The Name of the Game

Dream darker

In der Arbeit mit Träumen wie mit Collagen ist die Vergabe eines Titels wichtig. Auch wenn es oft schwer fällt, eine Zeile zu finden, die das hochkomplexe Multiversum eines Bildes/ Traumes auf den Punkt bringt. Für mich ist es nicht leicht, die Essenz des Bildes/ Traumes einzufangen, wenn ich noch zu nahe dran bin am bildnerischen Prozess.

Die meisten meiner Collagen waren bis jetzt auch reine Bilder-Collagen, ohne Text, weil ich bewusst die Wörter draußen lassen, ganz in der Bildersprache bleiben wollte. Ich wollte auch nicht die Vielschichtigkeit und Multidimensionalität eines Bildes auf einzelne Worte herunterbrechen. Oder mich zu schnell auf einen Titel und somit eine Lesart festlegen.

Aber: Ein Titel hilft dabei, sich besser an den Traum oder die Collage zu erinnern. Mit einem Titel beginnt die Arbeit mit dem Traum. Ein Titel benennt oft die zentrale Emotion oder die innere Person, die auf dem Bild sichtbar wird. Oder welches Spiel hier gespielt wird. Mit der Kreation eines Titels öffnet sich ein mögliches Fenster in den Traum, das Bild, die Collage.

In Victoria Rabinowes DreamArts Studio in Santa Fe sind Wörter in den meisten Collagen zu finden, in Collage-Büchern wie auch in einzelnen Bildern. Und hier stellte ich in ihrem DreamArts Workshop „The Name of the Game“ fest – Wörter passen für mich auch gut in eine Collage – wenn sie ganz zum Schluss dazu kommen… Dann habe ich einen Titel für die Collage, ohne dass ich lang darüber nachdenken müsste. Der Titel ist dann schon Teil des Bildes.

Damit stets genug Wörter zur Verfügung stehen, habe ich eine eigene Lade für Cut-out words eröffnet…

Autorin: Johanna Vedral
Collage: Dream Darker, Johanna Vedral

 

Jetlag Dreaming: Day 5 after landing but still without my baggage

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I had planned to land softly, to touch down after two weeks of immense learning in my trip to Anaheim, San Clemente and Santa Fe… the salutary IASD conference, the dreamers` community, and transforming encounters with friends and my spiritual kinship… And I experienced very different cities and landscapes, cultures, fine art, and people. I had extraordinary dreams every night and doing a lot of collages and dreamwork…

I was looking forward to browse through my travel photos, like in a visual journal, to browse through my IASD conference program and all the interesting websites of IASD dreamers… And I was looking forward to harvest the writing in the two journal books, typing the handwriting, reading all the wonderful dream books I bought… This would be my best landing ever, I was sure.

But this is not a soft landing. It is day 5 without my baggage, not knowing WHEN or IF I will ever see my two suitcases full with all the exciting dream stuff!!! And my jetlag pesters me, goodness gracious me!

Is this a typical jetlag nightmare?

Or am I still on this learning curve, this learning flow I enjoyed so much on this trip?

What`s the name of the game? Is this the next level?

Autorin: Johanna Vedral
Collage: Johanna Vedral

Wer schreibt, bleibt jung

„Begeisterung, Neugier und Offenheit sind der Motor der Hirnentwicklung bis ins Alter“, schreibt Birgit Schreiber in ihrem neu erschienenen Buch „Schreiben zur Selbsthilfe“ und zitiert dazu Hirnforscher und Neurologen.

Beim Schreiben über Kindheitserlebnisse können wir wieder in diesen staunenden Modus eintreten, in dem wir als Kinder die Welt betrachteten. Aber anders als damals sind wir unseren Erlebnissen nicht hilflos ausgeliefert, sondern wir können mit unserem erwachsenen Ich dem Kind in uns hilfreich zur Seite stehen. So gelingt es, sich mit unseren damaligen Überlebensstrategien aussöhnen und neuen Sinn in unserem Leben zu finden. Dabei können wir Denkmuster verändern, mit sichtbaren Folgen im Gehirn. So kann das Schreiben von Geschichten als mentale Prophylaxe gegen das Altern dienen.

Die Runzeln können wir damit zwar nicht wegschreiben, aber wir können uns frei schreiben von diesem Gefühl des Ausgeliefertseins als KInd, unsere Wirkmacht zurückgewinnen, Kontrolle über unsere Gefühle bekommen und dabei unser Gehirn fit halten.

Autorin: Johanna Vedral

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Countdown

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Das Semesterende naht! Nur noch 42 Seminararbeiten und 2 Abschlussarbeiten zu feedbacken, nur noch 2 wissenschaftliche Artikel peer-reviewen, nur noch die letzten 35 Seiten meines Buches fertig überarbeiten und layoutieren, nur noch zwei Seminare abzuhalten, nur noch… dann geht es ans Kofferpacken und ich springe ins Flugzeug, für zwei intensive Fortbildungswochen in den USA:

In Anaheim hole ich mir viele frische Inputs für meine Collage Dream Writing Workshops auf der IASD Conference: in Dream Workshops, Expressive Arts & Dreams, Lucid Dreaming u.vm., u.a. bei Robert Waggoner. In San Clemente lerne ich Collage Meditation direkt bei Rita Hildebrandt und in Santa Fe geht das Lernen weiter: Creative Explorations into the Genius of the Night Mind bei Victoria Rabinowe.

Ich freue mich schon sehr darauf, all die neuen Ideen in meinen nächsten Collage Dream Writing Workshops im writers`studio in Wien umzusetzen:

Im Workshop Collage Dream Writing I spielen wir mit unterschiedlichen Collage-Formaten und Settings und erleben Collagen als Träume. Dabei holen wir uns Inspirationen von Seena Frost (SoulCollage), Clare Johnson (Lucid Writing), Sheila Asato (Healing Collage-Reading) und Charlotte Kollmorgen (Collagen-Therapie) und nutzen diese fürs Schreiben. Durch den Wechsel vom Bild zum Wort, von Collage zum Schreiben vertiefen wir den kreativen Prozess.

Im Workshop Collage Dream Writing II vertiefen wir den kreativen Dialog mit inneren Personen und lernen weitere Ansätze kennen, die Dreamplay, Collage & Schreiben verbinden. Wir bringen Collagen-Träume aufs Papier, tauschen uns über Traumerfahrungen aus und nutzen Traumarbeitsmethoden fürs Schreiben von Geschichten aus dem Unbewussten. Wir starten mit einer Serie von Collage-Karten und lassen uns schreibend auf Collage Readings ein, u.a. mit Twilight Dreaming (Ira Progroff), Poetry of the Soul (Victoria Rabinowe) und Dream-Reentry (Robert Waggoner).

Collage Dream Writing I: 6. – 8. Oktober 2017 & 30. März bis 1. April 2018

Collage Dream Writing II: 1. – 4. November 2017

Autorin: Johanna Vedral
Collage: Treasure Drummer, by Johanna Vedral

 

Gute Zeiten für Collage Maniacs!

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Nur noch zwei Tage bis zum nächsten Collage Dream Writing Workshop im writers`studio in Wien! Das Vorbereiten meines Lieblings-Seminars artet in Collage-Sessions aus. Dazwischen bastle ich an einer Landing page für mein Buch Collage Dream Writing, auf der auch all die Collagen Platz finden sollen, die für den Buchdruck zu teuer sind.

Aber auch der Mai steht in Wien ganz im Zeichen von Collage und Träumen: Ich freue mich darauf, von 5.-7.Mai bei Tenzin Wangyal Rinpoche persönlich „The Tibetan Yoga of Dream and Sleep“ lernen zu dürfen und mich am 17. Mai von Victoria Rabinowe inspirieren zu lassen, wenn sie in „The Language of Dreams: Poetry of the Soul“ einweiht.

Beim Sichten von mittlerweile Hunderten selbstgefertigten Collagen bekomme ich Lust, konkrete Pläne für Aufbau-Seminare für Collage Maniacs zu schmieden. Ein paar Stichworte dazu? Collage in progress, Collage Reading und Collage-Traum-Serien…

„Lass dich von dir selbst überraschen!“, ist das Motto von Charlotte Kollmorgen, der Begründerin der Collagen-Therapie. Das Spiel mit Collage & Schreiben erlaubt genau das: Unvorhergesehenes darf erscheinen. Denn: „The unconscoius can write itself, and create a new reality“, kündigen die Veranstalter der NYC Regional Conference der International Association for the Study of Dreams am 13. Mai in New York an.

Falls du spontan zu Ostern in deinen ganz persönlichen Pool of Wonder springen möchtest – es gibt noch zwei freie Plätze im Seminar 14. -16. April!

Autorin: Johanna Vedral
Collage: Johanna Vedral

Mach dir ein Bild von deinem kreativen Prozess!

Es gibt eine ganz gefinkelte Form der Prokrastination, der ich gerne in der mühsamen Endphase eines Buchprojektes verfalle: ich springe zu einem neuen Buchprojekt, wo ich mit Enthusiasmus neue faszinierende Ideen erforsche und Rohtexte schreibe… und das fast fertige Buch bleibt liegen. Der Funke der Begeisterung springt zum nächsten Buch, und es fällt mir immer schwerer, am alten Buch optimistisch dran zu bleiben und es weiter engagiert zu betreuen: ein aussagekräftiges Expose schreiben, Verlage anschreiben, Literaturagenturen kontaktieren und mich von einer immer länger werdenden Liste von Absagen nicht entmutigen zu lassen…

In dieser Phase sind Schreibfreundinnen Goldes wert, die an mein Buch glauben, Interesse daran bekunden, es zu lesen, Ideen beisteuern, welche hilfreichen Menschen ich noch kontaktieren könnte, damit sich was bewegt, welche Verlage interessant sein könnten… und wieder und wieder mit mir darüber sprechen, wie ich guten Mutes durch diese schwierige Phase kommen kann. Was besonders wichtig ist, wenn die vermeintlich kalmierten Ängste und Zweifel Kirtag feiern wie nie zuvor. Also: ran an die tapfere Reflexion! Überprüfe deine bereits erarbeiteten Angstmanagement-Techniken und Metakognitionen!

Was für ein Bild machst du dir von deinem kreativen Prozess? Könnte es sein, dass dich deine Metaphern für den kreativen Prozess in eine Sackgasse geführt haben, in der du nun eingebremst vor dich hin scharrst?

Für mich war lange Zeit das passendstes Bild für den kreativen Prozess die Beziehungs-Metapher: mein Buch als mein Liebespartner, dem ich libidinös verbunden bin. Wie es scheint, behindert mich aber in Phase 5 des Schreibprozesses die Beziehungs-Metapher. Im Gespräch mit einer Freundin stelle ich fest: Ein Buch ist kein Ehemann, von dem ich mich irgendwann trenne, cut, ihn hinter mir lasse, hoffentlich ohne Rosenkrieg. Auch wenn ein Buch so etwas wie ein Lebensabschnittbegleiter sein kann, sieht die Trennung anders aus. Es kommt eine Metapher für den Schreibprozess ins Spiel, die ich verworfen hatte: die Metapher von Zeugung, Schwangerschaft, Geburt… und dann ist das Baby da und ich liefere dieses schutzlose Wesen der Öffentlichkeit aus? Nein!

Aber wie wäre es, wenn ich mein Buch-Baby wie ein Kind sehe, das erwachsen wird? Und den Verlag als eine Wohnung, in der es sich wohlfühlt, sich weiter entwickeln darf? Keine Trennung, kein Abschied, kein Losschneiden. Ich werde weiterhin in Kontakt stehen mit meinem erwachsen gewordenem Buch, auch wenn es nicht mehr bei mir wohnt. Release heißt nicht, alles über Bord zu werfen, als wäre es unnötiger Ballast, sondern nur, dass es Zeit ist, loszulassen, Zeit, die nächste Etappe der Reise anzutreten.

Nach Phase 5 des Schreibprozesses ist das Ende der Reise mit deinem Buch noch lange nicht erreicht, wenn du einen Verlag gefunden hast. Denn nun gilt es, gute Vertragsbedingungen auszuhandeln, das Manuskript den Wünschen des Verlags entsprechend zu überarbeiten und dich weiterhin um Werbung für dein Buch zu bemühen, z.B. eine Website und Flyer für dein Buch erstellen… Hol dir so viel Unterstützung & Ermutigung, wie du brauchst!

Autorin: Johanna Vedral
Collagen: Johanna Vedral

Mach dir ein Bild von deinem kreativen Prozess: Collage Dream Writing, 14.-16.April 2017 in Wien/ rasch anmelden: ein Seminarplatz ist noch frei!