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Gratis-Workshop „Collage als Weg ins Unbewusste“

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Der Herbst beginnt mit viel frischem Wind: Noch gut drei Wochen bis zum Erscheinungstermin von „Collage Dream Writing“! 297 Seiten bzw. 12 von 13 Kapiteln sind fertig layoutiert und im Layout noch mal korrekturgelesen. Das Buch wird wunderbar dick! 🙂 352 Seiten!!!

Ich freue mich schon sehr darauf, euch zu den Tagen der offenen Tür im writers´studio in Wien (22./ 23.September 2017) zu ermöglichen, signierte Subskriptionsexemplare zum ermäßigten Preis für writers`studio-Fans vorzubestellen! Für eine persönliche Widmung bin ich an beiden Tagen vor Ort! Ich freue mich auf zwei Tage mit Gratis-Schreib-Workshops mit euch – das Programm kann sich sehen lassen!

Meinen Mini-Workshop „Collage als Weg ins Unbewusste“ gibt es am Freitag, 22.9. von 10 – 11 Uhr.

Ein ganz besonderes Zuckerl gibt es am Samstag, 23.9. um 18:30: Lecture von Dr. Birgit Schreiber, der Autorin von „Schreiben zur Selbsthilfe“ zum Thema: Was ist new am Diary? Psychologische Hintergründe.

Johanna Vedral

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Poetry of the Soul mit Victoria Rabinowe

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Während der Recherchen für mein Buch „Collage Dream Writing“ (das Buch zum Seminar, dzt. auf Verlagsrunde) habe ich auf einer Traumkonferenz eine äußerst inspirierende Künstlerin kennengelernt. Victoria Rabinowe aus Santa Fe, die wie ich Collage, Schreiben und Traumarbeit verbindet. Victoria hat mich mit ihrem Dream Poetry Workshop und den Collagen, die sie ausstellte, derart begeistert, dass ich sie nach Wien einladen musste Ich freue mich auf eine kreativ sprudelnde Mai-Woche in Wien – und dann im Juni besuche ich Victoria in Santa Fe, juhu!

Et voila: Am 17. Mai hat Victoria ein ganz besonderes Seminar-Zuckerl für schreibende Menschen, die kreativ mit ihren Träumen arbeiten wollen: The Language of Dreams: Poetry of the Soul: Capturing dreams through poetry and collage.
Victoria unterrichtet auf Englisch, die TeilnehmerInnen können auf Deutsch oder Englisch schreiben. Ich finde beide Möglichkeiten reizvoll, besonders bei Poetry eröffnet Schreiben auf Englisch für mich eine neue Dimension.
Ich freue mich auf ein Wiedersehen in Victorias Workshop…in Wien, in Anaheim oder in Santa Fe…

Johanna Vedral

http://writersstudio.at/collagewriting.php

Wie funktioniert der Einstieg in die Hochschuldidaktik?

Beim Unterrichten an den Unis sah es bis vor kurzem ähnlich aus wie beim Schreiben an den Unis: das kann man/ frau halt. Und wenn (noch) nicht, wird darüber kein Wort verloren. In den Fortbildungs-Workshops für JungdozentInnen, die mittlerweile viele Universitäten anbieten, sind Unsicherheiten beim Unterrichten oft kein Thema. Niemand will das Gesicht verlieren oder gar als Impostor dastehen. Außerdem gibt es ja auch Lehrgänge für Hochschuldidaktik. Wenn nun aber neben Promotion, Habilitation, Familie und Beruf wenig Zeit bleibt oder auch keine finanziellen Ressourcen mehr da sind, um auch noch eine Fortbildung in Hochschuldidaktik zu besuchen?

Viele DozentInnen steigen wenig vorbereitet in die Hochschuldidaktik ein und gehen dann durch die „harte Schule“ der Praxis. Diese mangelnde Vorbereitung auf das Handwerk des Lehrens, speziell des Lehrens an Hochschulen verunsichert junge Lehrende verständlicherweise. Darüber gesprochen wurde bis vor kurzem wenig, denn als LehrendeR gibt man sich selbstverständlich keine Blöße.

Meinen ersten Lehrauftrag für Wissenschaftliches Schreiben an der Universität bekam ich 2012. Ich hatte davor schon jahrelang Praxis im Gruppenleiten in unterschiedlichsten Kontexten (Berufsorientierung, Basisqualifikation, Schreiben) erwerben können, was sich für die Arbeit mit Studierenden als hilfreich erwies. Der Transfer von Know how aus anderen Kontexten ist für die Lehre wertvoll, sagt auch Andrea Klein:

„Eine wichtige Tätigkeit in der Hinsicht war für mich das Arbeiten als Trainerin im Sport, vor allem im Volleyball. Da versucht man, Woche für Woche im Training die Spieler gut auf die kommenden Anforderungen vorzubereiten. Am Spieltag selbst, wenn es dann darauf ankommt, müssen sie es in weiten Teilen alleine hinbekommen. Da ist der Einfluss des Trainers begrenzt. Er kann zwar in seinen Ansprachen vor dem Spiel und in den Auszeiten Akzente setzen, aber tatsächlich spielen müssen eben die Spieler. So ähnlich sehe ich das beim Wissenschaftlichen Arbeiten auch. Ich begleite die Studierenden beim Lernen und zeige ihnen, an welchen Stellen sie sich weiterentwickeln können und sollten. Bis auf die Beratung in der Sprechstunde und ein paar kleinere Rücksprachen müssen sie es dann allein schaffen. Anders als beim Volleyball kann ich allerdings niemanden auswechseln, wenn es mal nicht so läuft…“

Andrea Klein hat Hochschuldidaktik vor allem durch learning by doing und Lesen gelernt und teilt nun in ihrem Blog „Wissenschaftliches Arbeiten lehren“ ihre Erfahrungen und ihr Know how in für KollegInnen wohltuender Transparenz. Im Interview beschreibt sie mir ihren Zugang zur Hochschuldidaktik wie folgt:

„Im Bereich Hochschuldidaktik habe ich nur vereinzelt Seminare genossen. Weitaus mehr habe ich mir angelesen und im Austausch mit anderen Lehrenden erfahren. Das Thema interessiert mich einfach sehr stark, so dass ich bei meinen Besuchen in der Universitätsbibliothek auch immer bei den Regalen mit der Didaktik-Literatur hängengeblieben bin.“

Mindestens genauso wichtig wie das Lesen didaktischer Werke ist aber der Austausch mit KollegInnen. Die KollegInnen, mit denen ich mich für konspirative Intervision treffe, sprechen mit mir offen über Ängste und Unsicherheiten in der Lehre. Wir tauschen Seminarkonzepte, Übungen und Erfahrungen mit typischen Problemen mit Studierenden aus. Oder wenn wir hilfreiche Literatur gefunden haben.

Wie zum Beispiel „Einführung in die Hochschul-Lehre. Ein Didaktik-Coach“ von Andreas Böss-Ostendorf und Holger Senft (2014), das meines Erachtens ein für junge Lehrende sehr brauchbares Buch ist, Unsicherheiten anspricht und konkrete Ideen/ Übungen für die Planung von Unterrichtseinheiten anbietet. „Schreiben in der Lehre“ von Swantje Lahm (2016) ist ebenfalls ein wichtiger Begleiter für die Konzeption von Lehrveranstaltungen.

Keine Ausbildung in Hochschuldidaktik, aber eine solide Grundlage für das Handwerk der Schreiblehre und somit für die Lehre an Hochschulen tauglich ist der seit 2005 jährlich im writers`studio in Wien startende Lehrgang SchreibtrainerIn werden: Training in Progress (TIP), in den alle beteiligten TrainerInnen ihr Wissen laufend aktualisieren und somit jedes Jahr kompetenter teilen. Hier lernen junge Lehrende systematisch und praxisorientiert wie Schreiblehre funktioniert, um mit Freude und Know-how Schreiben an Universitäten, Fachhochschulen und in anderen Institutionen lehren zu können. Der nächste Durchgang startet am 6. Oktober. Gratis-Info-Abend: Do 8.Sept. 17:00

Wie wird man Lektorin für wissenschaftliches Schreiben?

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Der September ist eine Zeit der Jubiläen. Zuallererst ist es mein Geburtstags-Monat, also sowieso schon der beste aller Monate 🙂 So manche ganz besondere Menschen in meinem Umfeld haben auch im September Geburtstag. Aber es gibt noch mehr zu feiern im September: Im September 2005 habe ich mich mit „schreibstudio“ selbstständig gemacht. Und seit September 2013 gibt es den schreibstudioblog.

Mein Werdegang als Lehrende

Vor genau 11 Jahren habe ich mich als Trainerin & Coach für wissenschaftliches Schreiben selbstständig gemacht. Es folgten Jahre als Einzelunternehmerin mit intensiven Einzelcoachings und Lektorat für Abschlussarbeiten Studierender in unterschiedlichsten Studienfächern, in denen ich mein Handwerk von Grund auf lernte. 2007 ging meine erste Website online. 2008 besuchte ich die einjährige SchreibtrainerInnen-Ausbildung des writers`studio in Wien, um meine Tätigkeit weiter zu professionalisieren.

Seit 2011 bin ich keine Einzelkämpferin mehr, sondern intensiv mit KollegInnen vernetzt, v.a. in enger Kooperation mit dem writers`studio. Seitdem ist die Einzelbegleitung von Studierenden stark zurückgegangen, da ich immer mehr als Lehrende gefragt bin. Ich leite nun v.a. Schreibgruppen in unterschiedlichsten Kontexten. Ganz konkret habe ich mich nie um Lehraufträge beworben, sondern werde seit Jahren dazu eingeladen.

Ich unterrichte nicht nur Studierende an österreichischen Fachhochschulen, Universitäten und pädagogischen Hochschulen, sondern auch LehrerInnen und UniversitätslektorInnen. Besondere Freude macht mir seit 2011 die Ausbildung neuer SchreibtrainerInnen in der SchreibtrainerInnen-Ausbildung des writers`studio. Seit 2013 teile ich meine Leidenschaft fürs Schreiben und Schreiben lehren auch im schreibstudioblog. Seit 2015 genieße ich es, nach 10 Jahren Coaching von Abschlussarbeiten nun auch StudienanfängerInnen in „meinem“ Fach, der Psychologie, wissenschaftliches Arbeiten zu vermitteln und beim Schreiben ihrer ersten Seminararbeiten zu begleiten.

Wissenschaftliches Schreiben zu lehren und laufend neue KollegInnen und MultiplikatorInnen auszubilden ist für mich nach 11 Jahren in diesem Feld spannender denn je, weil ich dabei stets weiterlernen und Neues entdecken kann, sowie inhaltlich, wie methodisch und didaktisch. Lehren heißt für mich immer auch Lernen, neue Fragen zu formulieren und dabei neue Wege zu entdecken.

Andrea Kleins Weg als Lehrende

Besonders spannend ist für die KollegInnen, die ich in der SchreibtrainerInnen-Ausbildung unterrichte, die Frage, wie der Werdegang als Lehrende konkret aussehen kann. Die wenigsten wissen schon während des Studiums, dass sie einmal wissenschaftliches Schreiben unterrichten wollen. Eine Kollegin aus Deutschland, Dr. Andrea Klein, deren Blog „Wissenschaftliches Arbeiten lehren“ ich schon vorgestellt habe, hat mir in einem ausführlichen Interview mehr über ihren Werdegang als Lehrende verraten:

„Wissenschaftliches Arbeiten unterrichte ich seit über zehn Jahren, etwa seit 2004. Begonnen habe ich damit bei Studierenden, die ein berufsbegleitendes Fernstudium absolvierten. Im Jahr 2008 habe ich dann an einer Berufsakademie die Lehre dieses Faches übernommen. Ich unterrichte Wissenschaftliches Arbeiten hauptsächlich in der BWL, aber auch bei angehenden Sozialpädagogen. Durch mein erstes Studium – Anglistik, Politikwissenschaft und Psychologie in Heidelberg – habe ich einen Hintergrund als Geistes- und Sozialwissenschaftlerin. Die BWL kam erst später durch die Promotion an der Universität Mannheim dazu.

Mein Weg war in dieser Hinsicht nicht besonders zielstrebig. Viele Personen in meinem Umfeld haben mich schon früh als Lehrerin gesehen. Aber ich wollte auf keinen Fall an die Schule und habe mich sehr bewusst eben nicht für das Lehramt eingeschrieben, sondern für das Magisterstudium. Die Schule schien mir zu eng, da hätte ich zu wenig Raum für Eigenes gehabt und vor allem nur bestehendes Wissen weitergegeben. Das Lehren an Hochschulen kam mir da schon sinnvoller für mich vor. Und so habe ich dann später aus dem Beruf heraus Gelegenheiten zum Lehren gesucht und auch Lehraufträge angeboten bekommen. Fachlich komme ich ja aus dem Bereich von Public Relations, Marketing und Unternehmenskommunikation, was ich ebenfalls lehre.“

Frau Klein hat mir noch viele weitere Fragen beantwortet, die für (zukünftige) Lehrende interessant sein könnten (mehr dazu demnächst in diesem Blog), Fragen wie:

Wie haben Sie Hochschuldidaktik gelernt? Wie sehen Sie die Herausforderung, die Studierenden zum kritischen Denken anzuleiten, dies zu thematisieren und auch zu benoten? Was sind Ihres Erachtens nach die größten Herausforderungen für Lehrende des wissenschaftlichen Schreibens? Was hat in den Jahren Ihrer Lehrpraxis nicht funktioniert? Wie gehe ich mit lernresistenten/ kognitiv schwachen Studierenden um?

Ich freue mich, mich mit diesen Fragen schreibend auseinanderzusetzen und bin gespannt, ob weitere Fragen oder vielleicht auch Anregungen von anderen Lehrenden auftauchen!

Ich wünsche allen Lehrenden einen beschwingten und neugierigen Start ins neue Semester!

Johanna Vedral

 

Die richtige Schreib-Gruppe finden

Collage Writing johanna Vedral

Schreiben muss keine einsame Angelegenheit sein. Nebeneinander im gleichen Raum zu schreiben ist für viele ein unglaublicher Turbo fürs Schreiben. Gemeinsam an Texten zu arbeiten (kollaboratives Schreiben) ist meines Erachtens nach eine weitere Dimension im Schreibprozess und ganz sicher eine heiße Spur 🙂
Die „Community of Writers“ gibt uns Halt, Feedback, Inspiration – und hilft uns weiter, wenn der innere Zensor sein hässliches Haupt erhebt und uns eindringlichst erklären möchte, dass unser Schreiben nichts taugt.
Nach einigen weniger ermutigenden Erfahrungen in Autor/innengruppen, in denen meine Texte zerpflückt und zerrissen wurden, habe ich 2007 eine Wohlfühloase des Schreibens gefunden, das writers`studio in Wien.
Im writers`studio gibt es Schreibworkshops zu unterschiedlichen Textsorten und  Gruppen wie „Work in Progress“ für Studierende, „Memoir in Progress“ für autobiographische Texte Schreibende, „Book in Progress“ für Sachbuch-Autor/innen, „Poetry in Progress“ für Dichter/innen u.v.m.In offenen Schreibtreffs können auch Neugierige, die noch keinen Workshop besucht haben, in das gemeinsame Schreiben hineinschnuppern.

Wie kannst du die richtige Schreibgruoppe, deine Community of Writers finden?
Hierzu gibt es einen guten Test, sagt die Schreiblehrerin Pat Schneider. Stell dir die Frage:

„When I leave, do I feel more like writing, or less like writing?“

Bildquelle: Collage von Johanna Vedral

Schreibmontag: Keine Ablenkungen, nur Schreiben. Endlich.

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9.00 Auf die urbane Schreibinsel flüchten

Beim Frühstücks-Buffet im writers`studio (Wien) treffe ich meine MitschreiberInnen. Wir schreiben uns warm mit Morgenseiten, besprechen mit der heutigen Schreib-Partnerin die Tagesziele und los geht´s. Keine Ablenkungen, nur Schreiben. Endlich. Auf einmal ist es Mittag! Wir gönnen uns nach einem kurzen Check in ein gemeinsames Mittagessen in einem Lokal im kulinarisch interessanten Servitenviertel, und nach ein paar Tai Chi-Übungen geht`s weiter mit Kaffee und Keksen, ich tauche mühelos in den Flow vom Vormittag ein…

16.30 Wenn ich nur aufhören könnte…

Nach einem intensiven Schreib-Tag muss ich die fünf Schreibenden sanft aber bestimmt vom Schreiben losreißen. Es scheint, als könnten die Schreibenden gar nicht mehr aufhören, an ihren Romanen, Masterthesen, Artikeln, Short Stories u.v.m. weiter zu arbeiten. Bis zur letzten Minute dieses One-Day Writers Retreats auf der urbanen Insel wird hier geschrieben, was das Zeug hält.

Ich habe mein Tagesvorhaben, die handschriftlichen Überarbeitungsnotizen in mein Manuskript bis Seite 156 einzuarbeiten, umgesetzt und beim Page Count zum Schluss festgestellt, dass auch 6 neue Seiten Text hinzugekommen sind. Ich bin sehr zufrieden mit mir. 🙂 🙂 🙂

Nach einem schriftlichen Check in & Page Count gibt es in der Schlussrunde nur stolze strahlende Gesichter und zufriedene Berichte, was heute geschrieben, überarbeitet und neu entwickelt wurde. Die gemeinsame Seiten-Zählung & tosender Applaus für jede geschriebene Seite versöhnen damit, dass der Schreibmontag im writers`studio für heute zu Ende geht.
Und es war ja nicht das letzte Mal –

die nächsten Schreibmontage sind 10. Nov. & 1. Dez. 2014, 12. Jan., 2. Feb., 2. März 2015, jeweils 9 bis 17 Uhr

Ich freue mich schon auf viele MitschreiberInnen, die beim nächsten Schreibmontag mit Judith Wolfsberger & mir die Magie des Nebeneinander-Schreibens genießen wollen!

Johanna Vedral

Bild: „Die Schreibende“, geklebte Papier-Collage von Johanna Vedral

Schreiben als Methode der Innenschau

Beim Umzugskistenpacken fällt mir eines der Bücher in die Hand, die ich für meine Diplomprüfung lernen musste: „Problemgeschichte der Psychologie“. Besonders interessant, dass in diesem Werk ein deutlicher Bruch in der Geschichte der Psychologie zu sehen ist:

Introspektion (Innenschau) war Ende des 19. Jahrhunderts die Hauptmethode der vorwiegend im deutschen Sprachraum angesiedelten Denkpsychologie. Individuelle Introspektion und Reflektion verloren aber zur Zeit des NS-Regimes in der Psychologie an Bedeutung, die wissenschaftliche Entwicklung wurde durch die Vertreibung und Ermordung von PsychologInnen unterbrochen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die introspektive Psychologie durch die amerikanische behavioristische Mainstream-Forschung mit einer deduktiven hypothesenbildenden Methodologie abgelöst. Heute ist die Introspektion fast ganz aus der Psychologie verschwunden.

Schade, denn Schreiben als Methode der Innenschau ist eine für jeden zugängliche Methode.

Offensichtlich zieht es introspektive Menschen besonders stark zum Schreiben hin“, stellt Lars Lorber in seinem Typentest-Blog fest: „Die meisten Schriftsteller sind (…) introspektiv – sonst könnten sie ihren Job gar nicht machen, da ein Blick nach innen notwendig ist, um sich in andere hinein zu versetzen.“

Das Konzept des Schreibdenkens von Ulrike Scheuermann oder das Mindwriting knüpfen wieder an die introspektive Tradition an 🙂

Du möchtest schreibend das neue Jahr willkommen heißen, eintauchen in den Ideenfluss und Wünsche zu Wort  kommen lassen?  Mindwriting zum Jahreswechsel mit Judith Wolfsberger: 3. bis 5. Jänner 2014 im writersstudio, Wien

Autorin: Johanna Vedral