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Alles, was wir schreiben wollen, ist schon in uns

„Alles, was wir schreiben wollen, ist schon in uns“, sagt Gundi Haigner, wenn sie in ihren Schreibworkshops für Jugendliche die Methode des Freewriting vorstellt und die Jugendlichen animiert, dem Schreibprozess zu vertrauen.

Als Schreibende brauchst du nur dein Tagebuch und einen Stift, um das Tor zum inneren Raum zu öffnen. Beim täglichen Schreiben entdeckst du deinen inneren Raum, baust ihn täglich weiter aus, erfüllst deinen potencial space mit Bildern, Inhalten, Bedeutung und Sinn.

Es ist ein Raum, der nur dir gehört, ein sicherer Raum, in dem du wachsen und dich entfalten, Altes ordnen und Neues ausprobieren kannst… dein Raum, in dem deine ganz persönliche Stimme, deine voice sich entfalten darf…

Finde täglich zehn Minuten Zeit für dein Schreiben – in der Früh Morgenseiten, in der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit, in der Mittagspause, zehn Minuten, bevor du deine to do-Listen angehst, beim Warten auf den Bus… schreibe zehn Minuten Freewriting, wild, unzensuriert, frei und nur für dich – und freu dich aufs nächste Mal!

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Dein geheimer innerer Raum

Potencial Space SchreibübungWie sieht dein geheimer innerer Raum, dein Schutzraum, dein Ort der Ruhe, dein Safe Place, dein potencial space aus?

Ist es eine Höhle, in der du in Trance sitzen und Flöte spielen kannst? Ist es eine Kuppel aus Glas, mit einem filigranen Geflecht aus Rosen? Eine Kirche, in der die Altäre voll kostbarer Rubine sind und wo ein kleiner roter Vogel sich auf deine Hand setzt? Ist es der Grund eines Brunnenschachtes, der von einer dunklen Kuppel überspannt wird, mit Gitternetzlinien drauf, wie die Koordinaten auf einem Globus? Ist es eine geschützte Lichtung im Wald, ein Teich, in dem die Seerosen träumen?

Stell den Wecker auf 10 Minuten und schreib drauf los, wild und frei, und lass dich davon überraschen, welcher Raum auftaucht…

Johanna Vedral

Tauche tiefer ein: Collage Writing, Mit Schnipseln aus Zeitschriften ins Unbewusste eintauchen, Geschichten aus der Tiefe schreiben. 30. -31. Jänner 2015 in Wien

 

Potencial Space: Tagebuch schreiben

Autobiographisches Schreiben ist eine Möglichkeit, mutig deine ganz persönliche Heldenreise anzutreten, dich selbst tiefer kennenzulernen, deine Verletzungen, deine Schätze, deine Geschichte(n), deine immer sprudelnde kreative Quelle… Als Schreibende brauchst du nur dein Tagebuch und einen Stift, um das Tor zum inneren Raum zu öffnen.

Beim Tagebuchschreiben entdeckst du deinen inneren Raum, baust ihn täglich weiter aus, erfüllst diesen Potencial Space mit Bildern, Inhalten, Bedeutung und Sinn. Der Potencial Space ist ein Möglichkeitsraum (nach Winnicott 1974), ein Raum, der nur dir gehört, ein sicherer Raum, in dem du wachsen und dich entfalten, Altes ordnen und Neues ausprobieren kannst… dein Raum, nur für dich.

Worüber kannst du schreiben?  12 Themenvorschläge fürs Tagebuch von Christian Müller.
Im Oktober und November 2013 gibt es anlässlich des seit 2004 von Traute Molik-Riemer organisierten Tagebuchtags Schreibworkshops, Lesungen und Vorträge zum Thema Tagebuch in Wien und Umgebung. Im Projekt „Menschen schreiben Geschichte“ werden Erinnerungstexte, Tagebuchnotizen, kleine Alltagserzählungen oder ganze Lebens- und Familiengeschichten aus vielen privaten Schreibtischladen gesammelt.

Autorin: Johanna Vedral

Collagen als Tore in neue Fantasieräume

Du kannst nicht malen, hast aber Lust auf bildnerischen Ausdruck? Du möchtest dich in deinem Schreiben durch andere künstlerische Medien inspirieren lassen? Du willst in die Bildersprache eintauchen und kreativen flow erleben?
Collagen sind eine wunderbare  Möglichkeit, dein kreatives Potenzial (weiter) zu entfalten und dich  selbst besser kennen zu lernen. Ich erforsche seit etwa 15 Jahren das faszinierende Medium Collage, alleine, mit Freundinnen sowie in Traum- und Schreibgruppen, und entdecke immer wieder Neues.
Die Arbeit an einer Collage eröffnet für Menschen ohne künstlerische Vorerfahrung wie auch für KünstlerInnen einen potencial space, ja einen pool of wonder: Suchen, Finden, Sammeln, Spielen, Auswählen, Assoziieren, Kombinieren, Verwerfen, Austauschen, auf Überraschendes gefasst sein, Mut zum Experiment – und nicht zuletzt Eintauchen in den flow. Lass dich überraschen, welche Bilder sich zu einer neuen Bedeutung zusammenfügen und dir Geschichten erzählen.
Welche Erfahrungen hast du mit Collage und Schreiben?

Autorin: Johanna Vedral

Yoga und Schreiben ergänzen sich auf geniale Weise

Durch tägliches Üben stärken und dehnen wir die (Schreib-) Muskeln und machen sie geschmeidiger. Dadurch entsteht mehr innerer Raum, potencial space für unsere Kreativität. „Space in the body creates space in the mind“, sagt die Schreibyogalehrerin Gail Sheer.

Beim Schreiben wie bei der Yogapraxis streben wir den flow an. Der flow kann vom Yoga zum Schreiben fließen, so dass der Schreibeinstieg leichter fällt. Der Wechsel zwischen Yoga und Schreiben vertieft den flow. Nach dem Schreiben können verspannte Schreibmuskeln wieder gedehnt werden. Neuer Sauerstoff kommt ins besser durchblutete Gehirn. Wir kommen zurück in den Körper und schöpfen neue Kraft für die nächste Schreibrunde. Durch die sanfte Verbindung von Körper und Geist erschließen wir immer mehr von unserem schöpferischen Potenzial und nutzen auch die Weisheit des Körpers.

Yoga stärkt unser Schreiben und Schreiben vertieft unsere Erfahrungen beim Yoga. Let it flow!
Jeden letzten Donnerstag im Monat im Schreibcafe mit Yoga  – in diesem Jahr noch am 27.Nov 2014 / 25.12. entfällt/ im neuen Jahr wieder am 29.Jänner!

Autorin: Johanna Vedral