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NaNoWriMo… 2 Tage später…

 

Schreiben als Safe Place

„Und, wie geht es deinem Buch?“, wird der wieder aufgetauchte NaNoWriMo-Maniac beim Schreibtreff gefragt.

„Danke, gut: 41.748 Wörter!“

„Ist dein Buch jetzt fertig?“

„Nein. Aber es gibt mal ca. 90 Seiten Rohtext, den Zero Draft meines neuen Buches. Da ist ganz schön viel Material entstanden im November-Schreibrausch. Jetzt fühle ich mich stolz und gleichzeitig ein bisschen verkatert.

Wie gehts weiter? Um weiterschreiben zu können, muss ich mir jetzt überlegen, wie ich das Ganze strukturiere, wie ich einen roten Faden lege.

Das geht am besten mit Papier, das ich angreifen, ordnen, auflegen, bekritzeln oder zerschneiden kann. Ich drucke daher den Rohtext mal aus. Direkt nach dem Schreiben sehe ich aber den Wald vor lauter Bäumen nicht. Ich brauche noch ein wenig Zeit, um neu auf den Text schauen zu können. Daher lasse ich den Ausdruck ein paar Tage liegen.

Dann ist Sichten, Ordnen, Streichen und Schreibdenken dran. Und auf jeden Fall ein Roh-Expose, um  die Story Question und den Aufbau des Buches für mich klarer herauszuarbeiten. Wenn ich ausformuliert habe, worauf ich hinaus will und mir Feedback dazu geholt habe, kann ich mich hoffentlich im Februar in die nächste Rohtextphase stürzen. So weit der Plan 🙂

Und wie geht es deinem Buch?“

Autorin: Johanna Vedral
Foto  by Johanna Vedral: im Bambushain des Botanischen Gartens in Wien

NaNoWriMo… still going on

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NaNoWriMo Tag 26. Der schreibintensive Monat geht in die Zielgerade. Bei mir hat sich ab 19.November die weitere Rohtextproduktion ausschließlich ins Notizbuch verlagert. Ich habe nur Auszüge abgetippt und somit keinen aktuellen Word count. Den brauche ich aber gar nicht mehr, weil ich schon gewonnen habe:

1) Ich habe mein Ziel von 30.000 Wörtern schon am 18.November erreicht

2) Ich bin überglücklich, einfach händisch vor mich hin zu kritzeln, ganz im privaten Raum meines Notizbuches, roheste Rohtexte und shitty first drafts und krude Gedanken.

Erst Anfang Dezember möchte ich diesen Schreibmarathon quantifizieren, evaluieren und reflektieren. Bis dahin sind noch einige Seminare zu halten, Reviews, Textfeedbacks und andere Schreibaufgaben dran…
Keep on writing!

Autorin: Johanna Vedral
Bild: by Katja Palaszewski

NaNoWriMo – wie gehts weiter?

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NaNoWriMo Tag 17. Beim Schreiben der Morgenseiten grübelte ich, wie ich die zweite Hälfte des Schreibmonats optimal gestalten könnte. Ich bin beim einfach drauflos Schreiben nach gut 26.000 Wörtern an einen Punkt gekommen, wo das Schreiben etwas stockt. Soll ich kurz mal in den Rohtext hineinlesen? Sind 100 Seiten schon genug? Aber es fliegt sicher die Hälfte raus…
Bis jetzt habe ich schnell geschrieben, völlig ungeordnet, vieles angerissen, um es nicht zu vergessen, aber mich noch nicht auf allzuviele Szenen eingelassen, um ins Detail zu gehen. Ich weiß jetzt, was ich zeigen will, es zeichnet sich eine Struktur ab oder zumindest Ideen dafür. Ich habe Lust, mit der Erzählstimme zu experimentieren und deshalb damit begonnen, den heutigen Rohtext (952 Wörter) als Brief an eine konkrete Freundin zu verfassen. Weitere Briefe stehen noch aus.
Aufregend: Da heute ein Treffen meiner Textfeedbackgruppe stattfindet, habe ich mir von den ersten Seiten des Rohtextes (vom 1.November) einen Ausschnitt geschnappt und drei Seiten davon soweit gebändigt, dass der Text für Erst-LeserInnen taugt. Alles andere ist noch viel zu roh, viel zu frisch, um etewas davon herzuzeigen. Aber auch die von mir herausgepickte vermeintlich nicht mehr so rohe und auch nicht besonders intime Stelle heute vorzulesen, das regt mich ganz schön auf! 🙂

Keep on writing!

Autorin: Johanna Vedral
Foto: by Johanna Vedral

 

Ein wenig auf den Lorbeeren ausruhen…

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Muss ich ein schlechtes Gewissen haben, weil ich an Tag 13 und Tag 15 null Wörter geschrieben habe? Diese Schreibpause „Schreibblockade“ nennen? Oder gar das Konzept „Versagen“ ins Spiel bringen? Nein!

Am Sonntag (Tag 13) war der erste Tag in diesem NaNoWriMo, an dem mein Word Count 0 (NULL) war. Der Sonntag war nach dem Samstag auch mehr als voll mit einem ganzen Tag Yoga Teacher Training. Und da am Montag bei einem One Day Writers´ Retreat mein bisheriger Rekord vom Freitag noch gebrochen werden konnte, war das in Ordnung. 4.800 Wörter Output machen eine Nullrunde gut, finde ich.

Heute darf ich mich auf meinen Lorbeeren ausruhen:

Ich bin an Tag 15 des NaNoWriMo, also Halbzeit, bei einem Output von 25.900 Wörtern. Mein Ziel waren 1000 Wörter pro Tag, also rund 30.000 Wörter. Müsste ich bis Ende der Woche haben. Mein Rohtext ist jetzt schon (inkl. der Oktober-Texte) auf insgesamt 34.871 Wörter angewachsen, das sind ca. 100 Seiten.

Heute habe ich noch kein Wort an meinem Projekt geschrieben, dafür aber ein geblocktes Proseminar abgehalten und einen Stapel Reader Response Essays meiner Studierenden gelesen. Ich lasse es mir noch offen, ob ich es gut sein lasse mit dem Rohtextschreiben für heute. Da ich so gut im Rennen liege, darf ich ein wenig verschnaufen! Beim NaNoWriMo geht es ja nicht nur darum, ein sich gesetztes Wörterlimit zu erreichen, sondern auch darum, die eigene Schreibpraxis zu optimieren. Dazu gehören neben Routinen und Disziplin auch Belohnungen und Pausen, auf jeden Fall ein guter Umgang mit sich selbst.

Lasst es euch gut gehen beim novemberlichen Schreib-Marathon!

Autorin: Johanna Vedral
Foto: by Johanna Vedral/ Eine Skulptur im Skulpturenpark auf La Clarté – Ploumanac’h/ France

NaNoWriMo-Alltag

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Es wollte sich heute das Hochgefühl, das Verliebtheitsgefühl beim Schreiben so gar nicht einstellen. Aber ich habe mich über die 1000-Wörter-Marke gepusht: NaNoWriMo Tag 9: 1070 Wörter, die sich eher zäh anließen.

Als ich 2013 zum ersten Mal einen NaNoWriMo mitmachte, für ein unvorbereitetes Fantasy-Romanprojekt, einfach drauflosschreiben, yeah, ohne Plot-Ideen, nur mit Schreiblust, ging mir am 11. Tag die Puste aus. Ich hatte einfach keine Lust mehr und keine Ahnung, wohin das führen sollte. Außerdem taten sich immer mehr Fragezeichen auf, in welcher Welt meine Fantasy-Gestalten lebten…

2014 bloggte ich ein Monat lang, gleich in einer Blogger Community, wo ich durch likes und Kommentare dazu animiert wurde, dranzubleiben und war dann mit der Ausbeute zufrieden. 2015 habe ich den NaNoWriMo ausgelassen.

Beim diesjährigen Durchgang habe ich schon einiges an Vorbereitungszeit in das Projekt gesteckt. Und heute musste ich zum ersten Mal auf meine Überschriften-/Themen-Sammlung zurückgreifen, um den Einstieg ins Schreiben zu finden. Gut, dass ich vorgesorgt habe! 🙂

Was machst du, um dran zu bleiben?

Autorin: Johanna Vedral
Foto: by Johanna Vedral

 

Tiefer

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Collage Dream Writing Tag 1

NaNoWriMo Tag 5: nach 1977 Wörtern gestern (die Schreibzeit war knapp, deshalb besonders effektiv) heute 1170 Wörter. Und das aber erst, nachdem ich zuerst mal ein paar Takte mit einigen inneren Kritikern besprechen musste, die sich heute mit ernsten Mienen und erhobenen Zeigefingern zu Wort gemeldet hatten und so hilfreiche Wortmeldungen abgaben wie: „Na, welche juicy secrets hast du auf Lager, Johanna? Ist vielleicht gar nicht so juicy, wie du glaubst, andere schreiben witziger und spritziger als du, sie stellen sich quasi vors Publikum und liefern eine Show, einen mitreißenden manipulativen Vortrag, wie ein Kabarettprogramm. und du?“

Aber ich bin zufrieden, denn durch dieses Geplänkel bin ich schneller als gedacht in Bereiche vorgestoßen, die zu entdecken ich nicht erwartet hätte. Spannend! Bis jetzt habe ich meine Kapitelüberschriften noch nicht gebraucht, ich schreibe jeden Tag drauflos, ohne zu wissen, in welches Kapitel/ welche Schublade mein Text passen wird. Darüber zerbreche ich mir dann im Dezember den Kopf. Jetzt gehts weiter, einfach Rohtext in die Tasten klopfen (oder ins Notizbuch kritzeln, denn die einzige Regel in meinem persönlichen NaNoWriMo lautet: mindestens 1000 Wörter täglichen Rohtext für mein neues Buch zu schreiben, ohne mir Gedanken zu machen, ob das gut ist, ob ich das jemals verwenden werde können, in welches Kapitel das passt, ob das außer mir je wer zu Gesicht bekommen wird… Einfach nur schreiben, mindestens 1000 Wörter täglich, mehr ist nicht gefragt. Aber auch nicht weniger.

Und zur Belohnung verschlinge ich ein hinreißend witziges und spritziges Buch, das vom Zeit-Magazin als „feministisches Manifest mit viel schrägem Humor“ geadelt wid, Caitlin Morans 2011 erschienenes „How to be a woman. Wie ich lernte, eine Frau zu sein“, eine Mischung aus Memoir, Kolumnen und One-woman-Comedy, die der Leserin so manchen Lachanfall schenkt 🙂

Die Collage habe ich (wie auch die Collagen der letzten Blogbeiträge) letztes Wochenende im Seminar Collage Dream Writing gefertigt…

Autorin: Johanna Vedral

Frisch verliebt in mein neues Buch

NaNoWriMo Tag 3: Seit ich mich auf das neue Buchprojekt eingelassen habe, fühle ich mich wie frisch verliebt… und durch den NaNoWriMo darf ich jetzt jeden Tag mindestens eine Stunde mit meinem Buch verbringen, im glückseligen Schreib-flow… Aufregend! Yeah! Wenn ich aufwache, freue ich mich schon auf die Schreibzeit des Tages, auf meine 1000 Wörter. Heute war Schreibtreff, also schon um 12:00  2876 neue Wörter als Rohtext-Tagesausbeute für das neue Buch 🙂

Keep on writing, liebe Schreibwütige da draußen!

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Yeah!