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Bücher-Babies: Build your Body of Work

14 07 17 1

Joanna Penn ist eine erfolgreiche britische Self Publisherin von Sachbüchern & Thrillern. Ihr Blog hat mich 2013 ermutigt, selbst einen Blog zu beginnen. Vier Jahre später bin ich noch immer dran! Joannas Blog ist eine wahre Schatzkiste voller Texte und Videos für AutorInnen, die auf der Abenteuerreise des Schreibens & Publizierens unterwegs sind. Und jedes Mal, wenn ich wieder rein schaue, ist ihre stolze Liste an Buchtiteln länger, ihr Body of Work umfangreicher geworden! Wow!

Natürlich lese ich nicht nur ihren Blog, sondern kaufe auch immer wieder mal ein Buch von ihr. Die Frau weiß ja, wovon sie spricht, immerhin ist sie gerade dabei, ihr nächstes Ziel zu erreichen: eine Million verkaufte Bücher! Das letzte Buch aus Joanna Penns Werk, das ich mir gekauft habe, nehme ich gerne immer wieder zur Hand:

„The Successful Author Mindset. A Handbook for Surviving the writer`s journey“

Zum Beispiel schreibt sie in ihrem Kapitel „Mindset Aspects after publishing“, dass nach der lang ersehnten Publikation eines Buches viele Schreibende eine Enttäuschung oder eine Art Anti-Climax erleben würden: „Your book has not set the world on fire and you are not rolling in cash.“

Ich bin nicht enttäuscht, ein Monat, nachdem mein Buch „Collage Dream Writing“ endlich veröffentlicht wurde. Ich schwimme zwar noch nicht in Geld (womit ich sowieso nicht gerechnet habe), aber ich freue mich königinnenlich über jedes einzelne verkaufte Buch, über die tollen Gespräche mit meiner Verlegerin, was die Vorbereitung der 2. Auflage betrifft, über all die wunderbare Korrespondenz mit meinen LeserInnen und die Vorbereitung von Lesungen… Zwischendurch ist das Ganze etwas overwhelming, aber es steht fest: dieses Buch ist mein liebstes Buch-Baby bis jetzt.

Und dann lese ich bei Joanna Penn: Think longterm. Create a body of work

„When people write their first or second book, they talk about books as children, but when you are up to book fifteen or fifty, you tend to just finish it and move on.“

Das soll nicht heißen, dass du einfach mit dem daily business – nämlich weiterschreiben! – fortfahren sollst, ohne zu feiern. Aber Joanna weiß: Wenn du ernsthaft eine Karriere als AutorIn verfolgst, dann ist ein neues Buch „just another way point on the journey, a link in the chain, another aspect of your body of work.“

Das möchte ich gerne in meinem nächsten Freewriting erforschen – du auch?

Was kannst du heute schaffen/ schreiben, um an deinem Body of Work/ Gesamtwerk weiter zu bauen?

Vielleicht nutzt du ja noch die Energie des Schreibmarathons im writersstudio und springst einfach rein in den Schreibfluss? (am Samstag auch bis 23 Uhr!)

Autorin: Johanna Vedral
Collage: Johanna Vedral

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Novelle oder Roman?

Muss wirklich aus jeder deiner Ideen ein Roman mit 70.000 Wörtern Länge werden? Oder darf es auch mal eine Novelle sein? Joanna  Penn​, Autorin von mittlerweile 11 Fiction-Titeln, erzählt im Interview mit Sarah Painter u.a. darüber, dass Novellen am Ebookmarkt „really popular“ sind, was es dem Schreibenden ermögliche, schneller ein neues Buch fertig zu haben und zum nächsten weiter zu gehen, denn  „so you don’t have to write a 70,000 word, 80,000 word book. You can write a 25,000 word novella.“
Liest du selbst gern Novellen oder längere Short Stories? Vielleicht ist das ja dein Genre, in dem du dein Fiction-Schreiben wirklich schön ausleben kannst? Vielleicht magst du dir von Joanna Penns Novelle „One Day in Budapest“ ein Bild machen?

Sehr ermutigend sind auch die Worte der Psychologin & Theologin zum Perfektionismus & der Länge der Überarbeitungs-Phase, die natürlich bei Novellen auch kürzer ausfällt:

„I also think that there’s something very useful about finishing things as well, because if you rewrite the same book, you’re effectively never finishing. And I think that’s something very psychologically healthy, by actually finishing the damn thing and moving on.“

Lass dich inspirieren auf Joannas Blog: http://www.thecreativepenn.com/

z.B. indem du das ganze Interview zu „Fear & Writing“ liest
& keep on writing!

Intentional Blogging Challenge: Warum Bloggen das Schreiben beflügeln kann

Beuteschema. Partnersuchbilder mit Collage Writing erforschenAm 12. September wurde mein Blog ganz unspektakulär ein Jahr alt. 110 Beiträge mit insgesamt gut 27.000 Wörtern habe ich mittlerweile online gestellt und bin weiterhin gerne regelmäßig dran. Wahre Inspirations-Schatzgruben und Ermunterungen, weiter dran zu bleiben am Bloggen sind für mich die Blogs von Schreib-KollegInnen wie Joanna Penn oder Jeff Goins.

Warum ist Bloggen so wertvoll fürs Schreiben? Warum kann Bloggen das Schreiben regelrecht beflügeln?

„Blogging gives you a voice“, sagt Jeff Goins. Beim Bloggen geht es darum, als Schreibende die eigene Stimme zu finden, indem ich über das schreibe, wofür mein Herz brennt und so meine LeserInnen zu berühren. Ein Blog ist ein Möglichkeitsraum, in dem ich mich als Schreibende ausprobieren und meine Stimme finden kann. Ich kann mit kleinen Texten spielen und experimentieren, ich kann schreibdenkend Ideen und ihre Resonanz ausprobieren.

Durch das schnelle Schreiben vieler kleiner Personal Essays oder kurzer Artikel kann ich üben, dem inneren Kritiker davonzuschreiben. Bloggen heißt für mich auch, Schreiben als work in progress zu verstehen und mich mit jedem neuen Artikel von der Tyrannei des perfekten Textes zu befreien. Blogtexte sind schnelle Texte, kein Leser erwartet zigfach überarbeitete Blogartikel 🙂

Eine ganz besondere Belohnung beim Bloggen ist die Resonanz der LeserInnen. Bloggen ermöglicht mir (neben dem Leiten von Schreibworkshops), mit anderen Menschen in Verbindung zu treten, die meine Leidenschaft, das Schreiben, teilen! Jeff bringt es auf den Punkt “ to find other people who connect with what you believe

Jeff Goins ruft zur Intentional Blogging Challenge auf: „Let’s Get Serious About Blogging!“ – 21 Tage lang, beginnend am 8.Oktober, machen 705 Blogger Ernst mit ihren Blogging-Ambitionen… so unterschiedlich diese auch sein mögen. Jeff ermuntert und inspiriert Schreibende, mit dem Bloggen zu beginnen oder ihren Blog mit frischem Wind weiter zu betreiben. Mach mit!

Johanna Vedral

When you own your own rights…

…you can do anything you like, schreibt die erfolgreiche britische Self Publisherin Joanna Penn.

Sie muss es ja wissen: Die 39jährige Psychologin & Religionswissenschafterin ist seit 3 Jahren full-time-author-entrepreneur und mittlerweile New York Times und USA Today bestselling author (insgesamt 7 psychologische Thriller und 4 Sachbücher, alle als leistbare Ebooks erhältlich). Ihren ersten traditionellen Verlags-Deal hat sie übrigens seit 2014 in Deutschland bei Ullstein mit ihrem Psychothriller „Desecration„. Ihr Blog, seit 3 Jahren eine reiche Fundgrube für AutorInnen und Self Publisher, hat mich vor einem Jahr dazu inspiriert, diesen Blog zu beginnen. Joannas Website steht unter dem Motto „I share my own lessons from the writing journey“ und findet sich unter den Top 10 Blogs for Writers wie auch den Top 10 Blogs for Self-Publishers 2012.

Ihre Blog-Artikel, Audio Podcasts und Videos ergeben ein leidenschaftliches und überzeugendes Plädoyer für Self Publishing: In ihrem aktuellen Blogbeitrag „The Self Publishing Revolution Is Only Just Beginning“ ermutigt sie AutorInnen, den Freiraum als Self Publisher kreativ zu nützen und sich zu erlauben, neue Kooperationsformen auszuprobieren: „Writers are artists and creatives and entrepreneurs. (…) Entrepreneurs don’t wait for permission, they try new things, they fail, they pivot, they keep going in the face of criticism.“

Es tut gut, von einer derart vielseitigen und unglaublich produktiven Autorin-Entrepreneurin wie Joanna zu hören: „You don’t have to follow the rules anymore. In fact, there are no rules! (…) When you own your own rights, you can do anything you like.“

Es eröffnet viele kreative Möglichkeiten, die Rechte an einem Buch als Self Publisher zu behalten, sie also nicht einem traditionellen Verlag zu verkaufen. Einige davon probiert Joanna selbst aus und schreibt darüber in ihrem Blog. Sie geht z.B. Win-Win-Kooperationen mit ÜbersetzerInnen ein, um ihre Bücher auch außerhalb des englischen Sprachraumes zu verkaufen, versucht sich in Co-Writing-Projekten u.v.m.

Ihre Botschaft ist klar & lädt ein, als Self Publisher das Multiversum der freien Kreativität zu betreten:

„Stop waiting, stop asking, stop begging to be picked. Embrace the opportunities in front of you. Create!“

Johanna Vedral