Schlagwort-Archive: Bloggen

Warum sich Bloggen auch für dich auszahlen wird!

Johanna Vedral Blog schreiben

Mein Schreibstudioblog wurde dieser Tage ganz unprätenziös 2 Jahre alt. Vor zwei Jahren habe ich mich in das Abenteuer Bloggen gestürzt und dabei viel gelernt. Warum du Bloggen ausprobieren solltest?

Weil es dein Schreiben weiter entwickeln wird! Im September 2013 startete ich mit meinem Blog.  Zuallererst habe ich regelmäßig mehr geschrieben und somit mein Handwerk geübt:

Ich habe hier bisher 172 Beiträge verfasst, insgesamt 47.164 Wörter geschrieben, das entspricht ca.160 Seiten Fließtext. Weil mir das Bloggen so viel Spaß macht, habe ich zusätzlich ab 2014 zuerst unter Pseudonym, dann unter meinem eigenen Namen auf der Bloggerplattform fischundfleisch gut 20.000 Wörter (ca.80 Seiten Fließtext) geschrieben.

Da ich ausgiebig mit der Kurzform eines Blogartikels gespielt habe, konnte ich kurze Textsorten üben, in denen ich vorher nicht so zuhause war, wie Personal Essays oder kurze journalistische Artikel. Viele kurze Texte zu schreiben hat mir geholfen, mich klarer und knapper auszudrücken. Ein weiterhin spannender Lernprozess ist für mich als Nicht-Journalistin das Texten von Headlines.

Ich habe mich mit vielen Themen schreib-denkend auseinandergesetzt und diese Gedanken im Blog publiziert. Ich habe Ideen für größere Schreibprojekte im Versuchslabor des Blogs getestet.

Und das Schönste: wenn Feedback von LeserInnen kommt! Wenn ich Menschen treffe, die mir sagen, dass sie meinen Blog gerne lesen, freut mich das sehr. Ich fühle mich auch darin bestärkt, weiter zu schreiben, wenn mir jemand ein Mail oder einen Kommentar zu einem Artikel schreibt, weil mein Text ihm weitergeholfen, ihn verärgert oder inspiriert hat.

Es gibt noch viel mehr Gründe, warum Bloggen sich für dich als Schreibende/r auszahlen wird! U.a. ist Bloggen für Selbstständige ein wichtiges Vernetzungs- und Marketing-Tool. Mehr dazu im Blog der Social-Media-Managerin Huberta Weigl.

Was hält dich noch ab, mit dem Bloggen anzufangen?

Und wenn du schon bloggst: Verrätst du mir, was für dich der schönste Lohn des Bloggens ist?

Keep on blogging! 🙂

Johanna Vedral

Advertisements

Mit Schreiben Geld verdienen: der Lohn einer Bloggerin

Mit Schreiben Geld verdienen, vom Bloggen leben können… das interessiert viele, die in die Welt des Bloggens eintauchen. Dass Bloggen Geld bringen kann aber auch ganz andere non-pekuniäre Belohnungen, beschreibt Brigit Schreiber, eine leidenschaftliche Bloggerin hier…

bremerschreibstudio

Gestern las ich in der Süddeutschen Zeitung über Blogger wie mich. Man hatte sie gefragt, ob sie von ihrem Blog leben könnten.

Alexander Olma kann: Er verdient mit dem Bloggen übers iphone 3.000 Euro im Monat. Nina Massek mit ihrem Blog Frau-mutter.de immerhin bis zu 10.500 Euro im Jahr!

Vielleicht sind diese Blogger doch nicht wie ich.

Natürlich könnte ich mit 3.000 Euro im Monat etwas anfangen. Sicher bin ich dafür, dass gute publizistische Arbeit honoriert werden muss. Und wenn ich für meinen Lebensunterhalt bloggen dürfte, wäre ich wahrscheinlich nicht gerade unglücklich.

Sponsored Posts – Beiträge im Blog, für die Kunden bezahlen – sind eine Möglichkeit, mit Bloggen Geld zu verdienen. Affiliated Links – eine Provision für verlinkte Produkte eine andere. Bannerwerbung eine dritte.

Oder man lässt sich werbewirksam von Tiffany’s vermarkten – wie Ari Seth Cohen mit „Advanced style„, ein Blog in dem Ari seine Fotos von…

Ursprünglichen Post anzeigen 220 weitere Wörter

Warum ich schreibe…

https://schreibstudioblog.wordpress.com/beitrage/Ich schreibe um mein Leben, immer schon, seit ich schreiben kann. Ich schreibe, weil ich nicht anders kann. Ohne Schreiben würde ich verrückt werden. Länger als drei Tage habe ich noch nie mit dem Schreiben pausiert, das wäre mir zu gefährlich. Nicht vorzustellen, wenn all diese kruden Gedanken und Geschichten nicht auf Papier oder in Dateien landen würden, sondern weiter in meinem Kopf herumkreisen oder sich via Rededurchfall in meine Umgebung ergießen würden 🙂

Begonnen hat es mit Tagebüchern, die mittlerweile mehrere Bananenkisten füllen. Dann, in der Steinzeit der 80er und 90er Jahre, vor dem Internet, hab ich tonnenweise Briefe geschrieben. Sobald ich meine erste Schreibmaschine hatte, Geschichten und Gedichte… Und nach meiner Diplomarbeit, als das Computerzeitalter für mich begann, ging es los mit Sachbüchern, Fachartikeln, noch mehr Geschichten und meinem Blog…

Seit einigen Jahren lebe ich auch vom Schreiben und Schreiben unterrichten, weil ich so am besten meine größte Leidenschaft leben und andere in einer Community of Writers inspirieren kann.

Schreiben ist meine größte Leidenschaft

Schreiben und Lesen – darauf könnte ich in meinem Leben niemals verzichten. Alkohol und Zigaretten? Ich fühl mich pudelwohl und unbeschwert ohne. Zeiten ohne Sex hab ich auch schon überlebt (obwohl Zeiten mit Sex definitiv mehr Spaß machen!), aber mir das Schreiben abgewöhnen? Niemals! Auf Bücher verzichten? Unmöglich!

Als Flow-Schreiberin genieße ich es, mich in diesen potencial space hinein zu begeben, in dem es nichts gibt außer die reine Ekstase des ganz im Schreibens sein. Das funktioniert am besten mit Freewriting, einer Form von timed writing, meiner liebsten Art zu meditieren…

Freiräume zum Schreiben sind überall

Ich nutze die vielen kleinen Freiräume zum Schreiben, die es in meinem vielbeschäftigten Leben zwischen Kindern, Schreibseminaren und Coaching-Sessions gibt – sei es in der U-Bahn, im In-between-Wartebereich vor dem nächsten Termin, beim Kochen… Am Klo, wie Walter Epp empfiehlt, hab ich`s noch nicht ausprobiert, aber wer weiß 🙂

Schreiben ist der verlässlichste Begleiter in meinem Leben, verlässlicher als jede Ehe, jede Beziehung, jeder Job, jede andere Gewohnheit. Ich hab mit 17 Jahren geschrieben, mit 47 und werd` es hoffentlich auch noch mit 97 tun 🙂

Community of Writers: die Begeisterung teilen

Schreiben gibt mir die Möglichkeit, andere Menschen mit den gleichen Interessen, mit der gleichen Leidenschaft zu finden oder sie mit meiner Begeisterung fürs Schreiben anzustecken… Es macht mich glücklich, auf meinem Weg des Schreibens immer mehr und mehr interessante SchreiberInnen zu finden, sei es beim Bloggen, durch Feedback auf meine Bücher, bei Schreibseminaren, beim Korrektur- und Feedback-Lesen von Rohtexten…

Und warum schreibst du?

Johanna Vedral

P.S.: Danke für die Schreib-Challenge & die Inspiration für diesen Blogartikel, Walter Epp

Intentional Blogging Challenge: Warum Bloggen das Schreiben beflügeln kann

Beuteschema. Partnersuchbilder mit Collage Writing erforschenAm 12. September wurde mein Blog ganz unspektakulär ein Jahr alt. 110 Beiträge mit insgesamt gut 27.000 Wörtern habe ich mittlerweile online gestellt und bin weiterhin gerne regelmäßig dran. Wahre Inspirations-Schatzgruben und Ermunterungen, weiter dran zu bleiben am Bloggen sind für mich die Blogs von Schreib-KollegInnen wie Joanna Penn oder Jeff Goins.

Warum ist Bloggen so wertvoll fürs Schreiben? Warum kann Bloggen das Schreiben regelrecht beflügeln?

„Blogging gives you a voice“, sagt Jeff Goins. Beim Bloggen geht es darum, als Schreibende die eigene Stimme zu finden, indem ich über das schreibe, wofür mein Herz brennt und so meine LeserInnen zu berühren. Ein Blog ist ein Möglichkeitsraum, in dem ich mich als Schreibende ausprobieren und meine Stimme finden kann. Ich kann mit kleinen Texten spielen und experimentieren, ich kann schreibdenkend Ideen und ihre Resonanz ausprobieren.

Durch das schnelle Schreiben vieler kleiner Personal Essays oder kurzer Artikel kann ich üben, dem inneren Kritiker davonzuschreiben. Bloggen heißt für mich auch, Schreiben als work in progress zu verstehen und mich mit jedem neuen Artikel von der Tyrannei des perfekten Textes zu befreien. Blogtexte sind schnelle Texte, kein Leser erwartet zigfach überarbeitete Blogartikel 🙂

Eine ganz besondere Belohnung beim Bloggen ist die Resonanz der LeserInnen. Bloggen ermöglicht mir (neben dem Leiten von Schreibworkshops), mit anderen Menschen in Verbindung zu treten, die meine Leidenschaft, das Schreiben, teilen! Jeff bringt es auf den Punkt “ to find other people who connect with what you believe

Jeff Goins ruft zur Intentional Blogging Challenge auf: „Let’s Get Serious About Blogging!“ – 21 Tage lang, beginnend am 8.Oktober, machen 705 Blogger Ernst mit ihren Blogging-Ambitionen… so unterschiedlich diese auch sein mögen. Jeff ermuntert und inspiriert Schreibende, mit dem Bloggen zu beginnen oder ihren Blog mit frischem Wind weiter zu betreiben. Mach mit!

Johanna Vedral

Was hat Bloggen mit Leidenschaft zu tun?

Mindestens 170 Millionen Menschen bloggen, es gibt allein mehrere hunderttausend aktive Blogs im deutschen Sprachraum. Was bringt Bloggen überhaupt? Warum ist Bloggen so attraktiv? In einem Interview hat mir Eva Karel erzählt, was dieser Blog für ihr Schreiben bewirkt hat.

Warum mache ich das und was bringt es mir? Ich schreibe leidenschaftlich gern und motiviere mit Begeisterung andere Schreibende bei ihren Schreibprojekten, sei es in Kursen, in Einzelcoachings oder indem ich in diesem Blog übers Schreiben teile, was ich gelernt habe und laufend dazulerne.

Durch die selbstauferlegte Verpflichtung, täglich einen kleinen Blogbeitrag zu veröffentlichen, wird meine Schreibleidenschaft stetig weiter genährt. Weiters wird der innere Schweinehund ausgetrickst, der mir erzählen will, dass ich heute keine Zeit, keine Lust zu schreiben habe oder dass ein Thema zu wenig hergibt, um darüber zu schreiben. Und nebenbei bringt das Bloggen neue Ideen in meine anderen laufenden Schreibprojekte.

Der Blogger und Writer Jeff Goins schreibt in Success Starts with Passion eine wunderschöne Liebeserklärung ans Schreiben:

“If nobody but me showed up to read my words, I would still write.
If I never won an award or got published, I would still write.
If I never earned a dime, I would still write.“

Wie sieht deine Liebeserklärung ans Schreiben aus?

Autorin: Johanna Vedral

Wie beeinflusst Bloggen das Schreiben?

Bloggen macht Spaß! Das commitment, täglich einen kurzen Text online zu publizieren, ist für mich ein Super-Schreib-Turbo. Ich lasse mich auch gerne von der Blogger-Community inspirieren. Der erste Blog, auf den ich “reingekippt” bin, ist von Eva Karel. Sie schreibt seit Anfang 2013 über den “Alltag einer Familie, die Studium, selbstständige Arbeit, Elternschaft auf Augenhöhe und die dazugehörigen Kleinkinder unter einen Hut bringt, ohne dabei bzgl. Humor baden zu gehen“.

In einem Interview hat sie mir erzählt, was dieser Blog für ihr Schreiben bewirkt hat:

JV: Was hast du durchs Bloggen gelernt?

EK: Genial finde ich dieses Entlanghanteln von einem Minithema zum nächsten. Ich weiß, dass ich jetzt ca. eine Seite Text fabrizieren möchte (da ich persönlich längere Blogtexte ermüdend finde) und daher notgedrungen einen klaren, schmal gewählten Fokus setzen muss. Dadurch schreibt es sich viel leichter! Wir kennen ja alle diese zache Hürde, wenn man zu viel von sich verlangt. Das Vorhaben „Ich werde ein BUCH schreiben“ ist ideales Futter für meine Schweinehunde, da sabotiere ich mich nach allen Regeln der Kunst selbst, prokrastiniere versiert durch meine Tage und bringe genau GAR nichts zuwege. „Ich werde eine Seite Blogtext schreiben“ trickst die Schweinehunde aus. Die merken das kaum. Zack und schon ist der Text da, ätsch!

Oh, und noch was: Da ich ja einen Befindlichkeitsblog schreibe ist das ja -sagen wir es ehrlich- ein durchaus narzisstisch angehauchtes Projekt. Mit dem überaus netten Nebeneffekt: Ich reflektiere die mich umgebenden Alltagskleinigkeiten viel intensiver durch. Ich glaube, ich lebe tatsächlich selbstbestimmter dadurch. Huch, nur nicht salbungsvoll klingen!! Schnell weiter.

JV: Wie hat das Bloggen dein Schreiben beeinflusst?

EK: Spannend finde ich die direkte Rückmeldung der Lesenden. Die Kommentare und Gefällt-Mir-Klicks. Das ist, als würde ich in einer Feedbackrunde meinen Text vorlesen. Und sehr interessant: wie gut jene Texte ankommen, in denen ich mich selbst auf die Schaufel nehme! Also ja nicht wunderbarer tun, als man ist! Das mögen die Leserinnen nicht!

JV: An welchem größeren Textprojekt arbeitest du im Moment?

EK: Ich habe ein Memoir im  Tagebuch-Stil darüber verfasst, wie wir mit unserem ersten Baby in der Studenten-WG gelebt haben, unseren Versuch dokumentiert, mit sehr viel Improvisation Eltern auf Augenhöhe zu sein. Ein Liebespaar zu bleiben trotz Baby. Momentan konzentriere ich mich ganz auf den Blog und möchte dann irgendwann einen Überarbeitungsmarathon einschieben und das Buch publizieren. Falls ich mich traue, wohlgemerkt. Ist ja doch sehr persönlich.

JV: Danke für das Interview, liebe Eva! Ich freu mich auf deinen nächsten Blogbeitrag und dein Buch 🙂

Autorin: Johanna Vedral