Archiv der Kategorie: mit Schreiben Geld verdienen

Mit Schreiben Geld verdienen: der Lohn einer Bloggerin

Mit Schreiben Geld verdienen, vom Bloggen leben können… das interessiert viele, die in die Welt des Bloggens eintauchen. Dass Bloggen Geld bringen kann aber auch ganz andere non-pekuniäre Belohnungen, beschreibt Brigit Schreiber, eine leidenschaftliche Bloggerin hier…

bremerschreibstudio

Gestern las ich in der Süddeutschen Zeitung über Blogger wie mich. Man hatte sie gefragt, ob sie von ihrem Blog leben könnten.

Alexander Olma kann: Er verdient mit dem Bloggen übers iphone 3.000 Euro im Monat. Nina Massek mit ihrem Blog Frau-mutter.de immerhin bis zu 10.500 Euro im Jahr!

Vielleicht sind diese Blogger doch nicht wie ich.

Natürlich könnte ich mit 3.000 Euro im Monat etwas anfangen. Sicher bin ich dafür, dass gute publizistische Arbeit honoriert werden muss. Und wenn ich für meinen Lebensunterhalt bloggen dürfte, wäre ich wahrscheinlich nicht gerade unglücklich.

Sponsored Posts – Beiträge im Blog, für die Kunden bezahlen – sind eine Möglichkeit, mit Bloggen Geld zu verdienen. Affiliated Links – eine Provision für verlinkte Produkte eine andere. Bannerwerbung eine dritte.

Oder man lässt sich werbewirksam von Tiffany’s vermarkten – wie Ari Seth Cohen mit „Advanced style„, ein Blog in dem Ari seine Fotos von…

Ursprünglichen Post anzeigen 220 weitere Wörter

Advertisements

Erfolgsgeheimnis Pseudonym?

schreiben pseudonym Seit kurzem blogge ich unter einem anderen Namen, also einem Pseudonym, und genieße es, mit einer sehr lockeren Stimme zu anderen Themen und in einem anderen Genre als sonst zu publizieren. Das macht mir RIESIG Spaß, eine weitere Spielwiese für mein Schreiben entdeckt zu haben 🙂 Ich genieße diesen besonderen Schreib-Flow, den diese Spielerei auslöst. Ich fühle mich sehr frei und leicht beim Schreiben unter diesem Pseudonym und schreibe mehr als doppelt so viel wie sonst! Hurra! Dieser Wordcount beflügelt!!!

Es geht mir dabei nicht darum, unter dem Schutzmantel der Anonymität „die Sau rauszulassen“, sondern darum, mit einer privaten Stimme und doch öffentlich spielerisch leicht Meinungen aufzuschreiben, ohne an die Kohärenz meiner professionellen Identität denken zu müssen. Und darum, die Produktivität beim Schreiben damit ungeahnt steigern zu können.

Vielleicht ist das das Geheimnis von extrem produktiven Erfolgsautorinnen, dass sie auch unter Pseudonym schreiben, manche von ihnen sogar unter mehreren?

Margaret Astrid Lindholm Ogden, die epische Fantasy-Romane schreibt, die leider irgendwann nach vielen hundert Seiten aufhören, ist besser bekannt unter ihren Pseudonymen Robin Hobb und Megan Lindholm. Julia Kröhn oder Petra Schier schreiben ebenfalls beide unter mehreren Namen Unmengen von guten Büchern 🙂

Petra Schier geht das Schreiben äußerst diszipliniert an. Sie schreibt 10 Seiten pro Tag, an 5 Tagen pro Woche. Daneben betreut sie intensiv ihre LeserInnen, z.B. auf facebook und teilt in ihrem Blog Tipps für AutorInnen

Sie sagt zu ihrer Schreibdisziplin im Interview mit Aveleen Avide:

„Das ist sehr viel und meist anstrengend (…) Die zehn Seiten sind an guten Tagen innerhalb von vier Stunden fertig. An regulären Tagen benötige ich fünf bis sechs Stunden, und wenn es schlecht läuft, was ja auch schon mal vorkommt, kann es auch schon mal acht oder zehn Stunden dauern. Ich höre aber nicht eher mit Schreiben auf, bis das Pensum im Kasten ist.“

Sehr aufschlussreich für andere Schreibende ist auch das Interview, das sie Wolfgang Tischer vom literaturcafe auf der Frankfurter Buchmesse gegeben hat.

Schreibst du auch unter Pseudonym? Was schätzt du daran besonders?

Johanna Vedral

When you own your own rights…

…you can do anything you like, schreibt die erfolgreiche britische Self Publisherin Joanna Penn.

Sie muss es ja wissen: Die 39jährige Psychologin & Religionswissenschafterin ist seit 3 Jahren full-time-author-entrepreneur und mittlerweile New York Times und USA Today bestselling author (insgesamt 7 psychologische Thriller und 4 Sachbücher, alle als leistbare Ebooks erhältlich). Ihren ersten traditionellen Verlags-Deal hat sie übrigens seit 2014 in Deutschland bei Ullstein mit ihrem Psychothriller „Desecration„. Ihr Blog, seit 3 Jahren eine reiche Fundgrube für AutorInnen und Self Publisher, hat mich vor einem Jahr dazu inspiriert, diesen Blog zu beginnen. Joannas Website steht unter dem Motto „I share my own lessons from the writing journey“ und findet sich unter den Top 10 Blogs for Writers wie auch den Top 10 Blogs for Self-Publishers 2012.

Ihre Blog-Artikel, Audio Podcasts und Videos ergeben ein leidenschaftliches und überzeugendes Plädoyer für Self Publishing: In ihrem aktuellen Blogbeitrag „The Self Publishing Revolution Is Only Just Beginning“ ermutigt sie AutorInnen, den Freiraum als Self Publisher kreativ zu nützen und sich zu erlauben, neue Kooperationsformen auszuprobieren: „Writers are artists and creatives and entrepreneurs. (…) Entrepreneurs don’t wait for permission, they try new things, they fail, they pivot, they keep going in the face of criticism.“

Es tut gut, von einer derart vielseitigen und unglaublich produktiven Autorin-Entrepreneurin wie Joanna zu hören: „You don’t have to follow the rules anymore. In fact, there are no rules! (…) When you own your own rights, you can do anything you like.“

Es eröffnet viele kreative Möglichkeiten, die Rechte an einem Buch als Self Publisher zu behalten, sie also nicht einem traditionellen Verlag zu verkaufen. Einige davon probiert Joanna selbst aus und schreibt darüber in ihrem Blog. Sie geht z.B. Win-Win-Kooperationen mit ÜbersetzerInnen ein, um ihre Bücher auch außerhalb des englischen Sprachraumes zu verkaufen, versucht sich in Co-Writing-Projekten u.v.m.

Ihre Botschaft ist klar & lädt ein, als Self Publisher das Multiversum der freien Kreativität zu betreten:

„Stop waiting, stop asking, stop begging to be picked. Embrace the opportunities in front of you. Create!“

Johanna Vedral

Erfolg mit Pseudonym-Romanen: Julia Kröhn

Welche österreichische Bestsellerautorin fällt dir spontan ein? Kennst du Julia Kröhn? Sie ist eine erfolgreiche Schriftstellerin, die vom Schreiben leben kann, entspricht aber nicht dem Bild, das man im deutschen Sprachraum von einer berühmten Autorin hat. Lisa Rüffer tituliert sie in „Die Welt“ als „Proletarierin unter den Autoren“. Die Österreicherin schreibt unter vier verschiedenen Namen erfolgreiche Unterhaltungs-Literatur in den Genres Historischer Roman, exotische Familiensagas, romantische Fantasy, Kinder- und Jugendbücher.

„Wenn man vom Schreiben leben will, muss man auf Quantität setzen“, sagt sie. Ca. 1500 Worte schreibt die „Schreib-Arbeiterin“ täglich, also etwa 5 Buchseiten und stellt so zwei Romane pro Jahr fertig.

Warum schreibt Julia Kröhn unter Pseudonymen? Noch dazu unter offenen Pseudonymen, d.h. bei denen transparent ist, wer sich dahinter verbirgt?

Das habe v.a. marketingtechnische Gründe, erzählt sie Kerstin Brömer: „Als Autor ist man sehr schnell auf Genre und Auflagenhöhe festgelegt. Um neue Wege zu beschreiten und mit mehreren Verlagen zusammenzuarbeiten, sind Pseudonyme heutzutage fast unumgänglich.“

Ein unprätentiöser Zugang zum Schreiben, finde ich. 🙂

Autorin: Johanna Vedral

Sind Indie-AutorInnen ohne Verlagsvertrag bemitleidenswerte Geschöpfe?

Das E-Book macht`s möglich: jede/r Schreibende kann auch ohne Verlag LeserInnen erreichen. Für die LeserInnen gibt es durch Self Publishing eine größere Auswahl an Lesestoff denn je, speziell dann, wenn sie Nischentexte bevorzugen.

Self Publisher haben allerdings oft einen schlechten Ruf. Dabei wird von Seiten der LeserInnen v.a. folgende Kritik geübt:

  • mangelndes Lektorat: Immer wieder sparen Self Publisher am Lektorat und veröffentlichen Bücher mit Rechtschreib- und Grammatikfehlern.
  • mangelnde Qualität: oft haben Self Publisher sich kein Textfeedback geholt, haben die Publikationsreife ihrer Texte nicht an BetaleserInnen getestet, sondern nur an wohlmeinenden FreundInnen und veröffentlichen so schwer lesbare Rohtexte.

Von Seiten der etablierten SchriftstellerInnen wird eine Indie-AutorIn ohne Verlagsvertrag gerne als „bemitleidenswertes Geschöpf, das mit dem Hobby Schreiben den Weg in die Öffentlichkeit sucht und meist kläglich scheitert“ gesehen, sagt Michael Modler.

Selbst publizierte Bücher können, müssen aber nicht zwangsläufig von schlechterer Qualität sein. Mittlerweile beobachten Verlage die Self Publishing-Szene genau und finden hier erfolgsversprechende AutorInnen. Liebesromane, gerne als Digital-Schmonzetten oder Groschenromane bezeichnet, auch unter dem Genre Romantasy und Paranormal zu finden, verkaufen sich auch ziemlich gut als ebooks.

In einem Interview mit Michael Modler erzählt die Liebesroman-Autorin Carina Bartsch, die den Sprung in die Verlagswelt geschafft hat, über ihren Weg: zuerst Ablehnungen von Verlagen, wie sie dann selbst veröffentlicht hat, an die Spitze der Amazon Charts gestürmt ist und nun Verlagsautorin mit einer Auflage von 30.000 Stück pro Buch ist:

„Ich wurde häufig mit der Haltung „Verzweiflungstat“ oder „Du bist kein richtiger Autor“ konfrontiert und habe mich gerade in Anfangszeiten davon einschüchtern lassen. Inzwischen kann ich über derartiges elitäres Denken nur noch schmunzeln. Wie kann man als Autor seine Liebe zum Schreiben mehr beweisen, als die Bereitschaft zu zeigen, alles selbst zu machen? Den Buchsatz, das Cover, die Druckdatenerstellung, Werbung, den Vertrieb & Versand der Bücher, den Kontakt mit den Lesern…“

„Die Grenzen zwischen traditioneller Verlagsveröffentlichung und Selfpublishing verschwimmen. Immer mehr Verlage bekennen freimütig, die Bestsellerränge nach erfolgreichen Selfpublishern zu durchforsten, die man dann für das eigene Programm anwerben will. Und immer mehr Verlage bauen eine eigene Selfpublishing-Plattform auf“, schreibt Kerstin Krömer in ihrem Blogartikel über neue Trends im Literaturbetrieb.

Wie siehst du Self Publishing? Welche Erfahrungen als Self Publisher hast du gemacht?

Autorin: Johanna Vedral

Wer entscheidet darüber, was publiziert wird?

Derzeit wird viel über die Zukunft des Buches, des Verlagswesens und der Publikationsindustrie diskutiert. Die Frankfurter Buchmesse hat Self-Publishing zum Top-Thema 2013 gemacht.

Wer entscheidet darüber, was publiziert wird? Verlagshäuser, Buchhändler und Massenmedien haben bis zum Aufkommen des Internet (Blogs, Foren, print on demand, ebooks…) als Gatekeeper fungiert, d.h. vorselektiert, was publiziert und wer in den Insider-Club aufgenommen wird. Diese Gatekeeper-Funktion wird bei einer so viel größeren Auswahl an verfügbaren Büchern in ihrer Wirkung zunehmend eingeschränkt, ja gar zum Anachronismus, sagt Mike Shatzkin.

Die Publikationsmöglichkeiten sind nicht länger nur auf traditionelle Verlage beschränkt, die Printbücher herausgeben. Jane Friedman unterteilt die Publikationsindustrie 2013 in drei Kategorien:

  1. Traditionelle Verlage: repräsentiert auf Events wie z.B. Frankfurter Buchmesse.
  2. Self-publishing: repräsentiert von Publishing Services wie Amazon KDP, Lulu etc.
  3. Custom publishing: Institutionen, Vereine, Firmen, die ein oder zwei Titel pro Jahr herausgeben.

Dabei geht der Trend hin zur dritten Kategorie, dem Custom Publishing. Mike Shatzkin prognostiziert, dass in den nächsten 5 bis 10 Jahren jede Universität, viele Firmen, alle Content Creators, die heute Webseiten oder Social Network Accounts haben, genauso selbstverständlich auch als Herausgeber tätig sein werden.

Mike Shatzkin nennt diesen Trend der Publikationsindustrie “atomization”. Seine These lautet: Publizieren wird immer mehr zu einer Tätigkeit für viele und ist nicht länger nur ein paar Insidern vorbehalten, die sich selbst als Publishing Industry bezeichnen.

Wer soll in dieser Flut an Büchern hochqualitative Bücher finden? Selbst publizierte Bücher können, müssen aber nicht zwangsläufig von schlechterer Qualität sein als die Bücher aus traditionellen Verlagen. Das zeigt auch die neue Ebook-Reihe des Carlsen-Verlags, der Self Publishing-Autoren unter Vertrag nimmt.

Spannend: Der Blog des Autors Christian Sidjani über seine Erfahrungen mit Self Publishing. 

Autorin: Johanna Vedral

Mit dem Schreiben Geld verdienen

Du schreibst gern und möchtest auch Geld mit dem verdienen, was dir am meisten Spaß macht? Texte im Internet zu verkaufen macht es möglich, mehr Zeit mit dieser Schreibleidenschaft zu verbringen. Der Vollzeitblogger Jonas Geldschläger zeigt in seinem Artikel „Geld verdienen mit dem Schreiben“ interessante Möglichkeiten für Autoren, Texter und Blogger auf, im Internet mit Texten Geld zu verdienen. Welche Erfahrungen hast du mit Schreiben für Geld im Internet gemacht? Was kannst du anderen Schreibenden empfehlen?

Autorin: Johanna Vedral