Archiv für den Monat November 2016

NaNoWriMo… still going on

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NaNoWriMo Tag 26. Der schreibintensive Monat geht in die Zielgerade. Bei mir hat sich ab 19.November die weitere Rohtextproduktion ausschließlich ins Notizbuch verlagert. Ich habe nur Auszüge abgetippt und somit keinen aktuellen Word count. Den brauche ich aber gar nicht mehr, weil ich schon gewonnen habe:

1) Ich habe mein Ziel von 30.000 Wörtern schon am 18.November erreicht

2) Ich bin überglücklich, einfach händisch vor mich hin zu kritzeln, ganz im privaten Raum meines Notizbuches, roheste Rohtexte und shitty first drafts und krude Gedanken.

Erst Anfang Dezember möchte ich diesen Schreibmarathon quantifizieren, evaluieren und reflektieren. Bis dahin sind noch einige Seminare zu halten, Reviews, Textfeedbacks und andere Schreibaufgaben dran…
Keep on writing!

Autorin: Johanna Vedral
Bild: by Katja Palaszewski

Freewriting & Cluster fürs Lernen nutzen

Wer schreibend lernt, eignet sich Wissen schneller und nachhaltiger an. Wie können Techniken des Creative Writing fürs Lernen genutzt werden?

Konzentration: Um dich in einen konzentrierten Zustand zu bringen, schreib in 10 Minuten Freewriting deine Sorgen und Ängste und was dir so im Kopf herumschwirrt, nieder.

Lernstoff erarbeiten: Lernen fängt mit dem Verstehen an. Der Stoff muss am Anfang durchdacht und innerlich durchdiskutiert werden. Beim Lernen geht es daher immer auch darum, neue Erkenntnisse mit dem vorhandenem persönliches Wissensnetz zu verknüpfen (elaboratives Lernen). Das kannst du mit Freewriting anzapfen oder besser noch mit einem Cluster: Was weiß ich schon zum Stoff? Darauf aufbauend kannst du anschließend deine Gedanken ordnen, offenen Fragen nachspüren und so fragend aktiv mit dem Erstellen eines Überblicks über den Stoff beginnen. Was uns interessiert, lernen wir leichter!

Lernstoff einprägen: Leider reicht es nicht, Interesse für den Lernstoff aufzubringen, diesen zu verstehen, zu hinterfragen und umzustrukturieren.Der Stoff muss wiederholt werden, damit wir ihn uns einprägen können (wie Ebbinghaus schon 1885 feststellte). D.h. Wiederholungen müssen von Anfang an ins Lernen eingeplant werden. In einer Stundenreflexion (Freewriting) kann der Stoff einer Unterrichtseinheit z.B. direkt danach in eigenen Worten wiedergegeben und so vor dem Vergessen bewahrt werden. Somit findet eine erste Wiederholung für die bessere Einprägung der Inhalte statt. Wir schlagen der Vergessenskurve ein Schnippchen, was uns beim späteren Wiederholen zugute kommt. Dann können wir an Inhalte anknüpfen, die schon einmal wiederholt wurden.

Zum strukturierten Wiederholen von Inhalten einer Vorlesung, eines Aufsatzes, eines Kapitels aus dem Lehrbuch oder dem Skriptum ist das Cluster ebenfalls eine gute Methode. Du kannst die Stichworte aus dem Cluster auswendig lernen und die Details beim Wiederholen schriftlich ausformulieren.

NaNoWriMo – wie gehts weiter?

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NaNoWriMo Tag 17. Beim Schreiben der Morgenseiten grübelte ich, wie ich die zweite Hälfte des Schreibmonats optimal gestalten könnte. Ich bin beim einfach drauflos Schreiben nach gut 26.000 Wörtern an einen Punkt gekommen, wo das Schreiben etwas stockt. Soll ich kurz mal in den Rohtext hineinlesen? Sind 100 Seiten schon genug? Aber es fliegt sicher die Hälfte raus…
Bis jetzt habe ich schnell geschrieben, völlig ungeordnet, vieles angerissen, um es nicht zu vergessen, aber mich noch nicht auf allzuviele Szenen eingelassen, um ins Detail zu gehen. Ich weiß jetzt, was ich zeigen will, es zeichnet sich eine Struktur ab oder zumindest Ideen dafür. Ich habe Lust, mit der Erzählstimme zu experimentieren und deshalb damit begonnen, den heutigen Rohtext (952 Wörter) als Brief an eine konkrete Freundin zu verfassen. Weitere Briefe stehen noch aus.
Aufregend: Da heute ein Treffen meiner Textfeedbackgruppe stattfindet, habe ich mir von den ersten Seiten des Rohtextes (vom 1.November) einen Ausschnitt geschnappt und drei Seiten davon soweit gebändigt, dass der Text für Erst-LeserInnen taugt. Alles andere ist noch viel zu roh, viel zu frisch, um etewas davon herzuzeigen. Aber auch die von mir herausgepickte vermeintlich nicht mehr so rohe und auch nicht besonders intime Stelle heute vorzulesen, das regt mich ganz schön auf! 🙂

Keep on writing!

Autorin: Johanna Vedral
Foto: by Johanna Vedral

 

Ein wenig auf den Lorbeeren ausruhen…

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Muss ich ein schlechtes Gewissen haben, weil ich an Tag 13 und Tag 15 null Wörter geschrieben habe? Diese Schreibpause „Schreibblockade“ nennen? Oder gar das Konzept „Versagen“ ins Spiel bringen? Nein!

Am Sonntag (Tag 13) war der erste Tag in diesem NaNoWriMo, an dem mein Word Count 0 (NULL) war. Der Sonntag war nach dem Samstag auch mehr als voll mit einem ganzen Tag Yoga Teacher Training. Und da am Montag bei einem One Day Writers´ Retreat mein bisheriger Rekord vom Freitag noch gebrochen werden konnte, war das in Ordnung. 4.800 Wörter Output machen eine Nullrunde gut, finde ich.

Heute darf ich mich auf meinen Lorbeeren ausruhen:

Ich bin an Tag 15 des NaNoWriMo, also Halbzeit, bei einem Output von 25.900 Wörtern. Mein Ziel waren 1000 Wörter pro Tag, also rund 30.000 Wörter. Müsste ich bis Ende der Woche haben. Mein Rohtext ist jetzt schon (inkl. der Oktober-Texte) auf insgesamt 34.871 Wörter angewachsen, das sind ca. 100 Seiten.

Heute habe ich noch kein Wort an meinem Projekt geschrieben, dafür aber ein geblocktes Proseminar abgehalten und einen Stapel Reader Response Essays meiner Studierenden gelesen. Ich lasse es mir noch offen, ob ich es gut sein lasse mit dem Rohtextschreiben für heute. Da ich so gut im Rennen liege, darf ich ein wenig verschnaufen! Beim NaNoWriMo geht es ja nicht nur darum, ein sich gesetztes Wörterlimit zu erreichen, sondern auch darum, die eigene Schreibpraxis zu optimieren. Dazu gehören neben Routinen und Disziplin auch Belohnungen und Pausen, auf jeden Fall ein guter Umgang mit sich selbst.

Lasst es euch gut gehen beim novemberlichen Schreib-Marathon!

Autorin: Johanna Vedral
Foto: by Johanna Vedral/ Eine Skulptur im Skulpturenpark auf La Clarté – Ploumanac’h/ France

Ongoingness… manchmal frenetisch

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Go, Baby, go, go!

Dieses herrliche Wort habe ich bei Sarah Manguso   gefunden. Ongoingness ist eines der schönen Gefühle, die mir die Teilnahme an meinem persönlichen NaNoWriMo beschert… Ongoingness ist auch ein Strom von Worten, der ein ganzes Monat lang täglich sprudeln darf, mindestens 1000 Wörter lang, manchmal mehr, manchmal weniger, je nachdem, wie dicht mein Terminkalender außer mit Schreiben gefüllt ist.

1000 Wörter, weiß ich nun, das sind 30 – 45 Minuten konzentriertes Rohtext in die Tasten klopfen. Ups. von wegen klopfen, gestern habe ich in meiner Schreibbegeisterung im Lesesaal der Bibliothek meine ersten 1000 Wörter derart beherzt, um nicht zu sagen frenetisch in die Tasten gehämmert, dass ich freundlich darum gebeten wurde, doch etwas leiser zu tippen. Nach kurzem Stocken flossen die Wörter mit sanfterem (und handgelenksschonenderem) Anschlag weiter… insgesamt 3096 Wörter.

3096 Wörter, das war mein Bestwert bis jetzt in diesem November!

Heute gingen sich nur in der Früh noch schnelle 363 Wörter aus – in 10 Minuten, ich hatte es wirklich sehr eilig – das muss für heute reichen. Und jetzt, nach 8 Stunden Yoga Teacher Training bin ich nicht mehr so schreibenthusiastisch…

Keep on writing!

Johanna Vedral

NaNoWriMo Tag 10

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Vor genau 40Tagen war noch Sommer…

Dank eineinhalb Stunden Schreib-Flow im Schreibtreff 2300 neue Wörter geschrieben, dann noch getippt: die Ausbeute aus den im Zug händisch gekritzelten Notizen vom Montag… und somit zähle ich an Tag 10 insgesamt bereits stolze 17.190 Wörter! Da habe ich ja ein fettes Smiley verdient! 🙂

NaNoWriMo-Alltag

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Es wollte sich heute das Hochgefühl, das Verliebtheitsgefühl beim Schreiben so gar nicht einstellen. Aber ich habe mich über die 1000-Wörter-Marke gepusht: NaNoWriMo Tag 9: 1070 Wörter, die sich eher zäh anließen.

Als ich 2013 zum ersten Mal einen NaNoWriMo mitmachte, für ein unvorbereitetes Fantasy-Romanprojekt, einfach drauflosschreiben, yeah, ohne Plot-Ideen, nur mit Schreiblust, ging mir am 11. Tag die Puste aus. Ich hatte einfach keine Lust mehr und keine Ahnung, wohin das führen sollte. Außerdem taten sich immer mehr Fragezeichen auf, in welcher Welt meine Fantasy-Gestalten lebten…

2014 bloggte ich ein Monat lang, gleich in einer Blogger Community, wo ich durch likes und Kommentare dazu animiert wurde, dranzubleiben und war dann mit der Ausbeute zufrieden. 2015 habe ich den NaNoWriMo ausgelassen.

Beim diesjährigen Durchgang habe ich schon einiges an Vorbereitungszeit in das Projekt gesteckt. Und heute musste ich zum ersten Mal auf meine Überschriften-/Themen-Sammlung zurückgreifen, um den Einstieg ins Schreiben zu finden. Gut, dass ich vorgesorgt habe! 🙂

Was machst du, um dran zu bleiben?

Autorin: Johanna Vedral
Foto: by Johanna Vedral