Archiv für den Monat Juni 2016

Benoten und dennoch neugierig bleiben

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Mein Lesestoff vor den Sommerferien 🙂

Meine Studierenden haben mich mit gut 800 Seiten Lesestoff versorgt:

Zuallererst habe ich schon ein wenig in den Journalen (der nur etwa 6cm hohe Stapel rechts) geschmökert und mich über individuelle Schreibstimmen beim Reflektieren ihrer Lernerfahrungen gefreut. Ich werde Peter Elbows Vorschlag folgen und mich diesem Stapel an studentischem Fleiß zuerst einmal ohne Benotungsblick annähern. Denn es ermöglicht open-mindedness, studentische Texte nicht ausschließlich und sofort unter dem Aspekt der Benotung zu lesen.

Parallel dazu lese ich in Swantje Lahms just in time gemeinsam mit den Seminararbeiten eingelangtem Buch „Schreiben in der Lehre“, zuerst einmal das Kapitel, das ich genau jetzt brauche: „Benoten und dennoch neugierig bleiben.“ Ich möchte sofort „Reading with the hands on your back“ von Hjortshoj & Gottschalk und den Ansatz des Harvard College Writing Programs fürs Lesen & Korrigieren der studentischen Texte ausprobieren!

„Schreiben ist ein wundersames Instrument, um wirksam zu lehren.“ (Lahm, 2016, S.12) Ja! Im nächsten Studienjahr freue ich mich darauf, in meinen Lehrveranstaltungen einige Bielefelder Anregungen zu Schreibaktivitäten umzusetzen. Besonders interessant sind die differenzierten Übungen zur Förderung des studentischen Schreibdenkens. Ich fühle mich gut vorbereitet mit Lahms fundiertem, praxisnahem und leserInnenfreundlichem Handbuch für schreibintensive Lehre.

„Lehre, die Lernen bewirkt, macht Spaß“, schreibt Lahm. Ganz besonderen Spaß macht mir das Lehren, wenn ich dabei ständig herausgefordert werde, Neues zu lernen.

Falls du auch Begleitlektüre zu deinem Seminararbeiten-Stapel brauchst:

Lahm, Swantje (2016). Schreiben in der Lehre. Verlag Barbara Budrich. Opladen & Toronto.

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Überarbeiten… Land in Sicht

 

scan überarbeiten

Die letzten Wochen habe ich mein Buch „Collage Dream Writing“ überarbeitet. Eine Checkliste nach der anderen angefertigt, Kapitel ausgedruckt, am Ausdruck weiter überarbeitet, Kapitel umgestellt, lieb gewonnene Passagen verworfen, Sätze ausformuliert, Ordnung in manchmal noch sehr chaotische Gedanken gebracht… und bei Gesprächen nach den gemeinsamen Schreib-Sessions mit meinen Schreibkolleginnen über das Überarbeiten philosophiert.

Wie kommt es bloß, dass ich die Überarbeitungszeit bei jedem größeren Schreibprojekt notorisch unterschätze? Mir immer wieder to-do-Listen mache, die immer länger werden? Warum glaube ich viel zu früh, dass ich fertig werde… und dann stellt es sich als Illusion heraus? Wie finde ich die Balance zwischen zu früh rausschießen und nicht loslassen wollen? Wieso wachsen am Ende eines Buches auf einmal neue Kapitel wie die Schwammerl? Wie weit darf der Perfektionismus im Finale gehen?

Was mir beim Überarbeiten dieses Buches ganz besonders gefallen hat, war die Phase, in der das mühsame Arbeiten sich in einen Flow verwandelt hat, in ein tiefer eintauchen als zuvor… als es sich anfühlte, als würde das Schreiben erst jetzt richtig anfangen…

Morgen schniegle ich wahrscheinlich mein „Baby“ noch ein wenig, bevor ich es übermorgen vertrauensvoll in ausgedruckter Form an meinen friendly reader übergebe. Erst nach dieser Feedbackschleife kann ich es loslassen auf die Welt 🙂 und das nächste Schreibprojekt in Form bringen…

 

Hilfe, Statistik!

Du musst eine empirische Abschlussarbeit schreiben, sprich eine quantitative Studie durchführen? Du bist aber eine dieser Studierenden, die nie so richtig warm geworden sind mit der Statistik?

Du berätst Studierende beim Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten, hast aber nichts mit statistischen Methoden am Hut?

Ein hilfreicher Artikel von Daniela Keller in Andrea Kleins Blog Wissenschaftliches Arbeiten lehren vermittelt Lehrenden, SchreibberaterInnen wie Studierenden ein Grundverständnis davon, wie statistische Analyse funktioniert. Sie beantwortet Fragen wie:

 

  • Wie viele Fragebögen muss ich auswerten?
  • Was war nun gleich der Unterschied zwischen Repräsentativität und der Stichprobengröße?
  • Wie lege ich die Excel-Tabelle für das Eingeben meiner Daten an?

 

Die Mathematikerin Daniela Keller gibt in ihrem Statistik-Blog  wie in Schulungen und Beratungen ihr Know-how rund um Statistik weiter.