Archiv für den Monat Dezember 2014

Dein Drehbuch für ein wunderbares Jahr

Collage Writing

Sylvia Fullmann stellt eine spannende Imaginations- und Schreib-Übung für den Jahresbeginn zur Verfügung:

Dein Drehbuch für ein wunderbares Jahr

Ich freu mich schon drauf, mich heute Abend mit dieser Schreib-Übung auf 2015 einzustimmen. Danke, Sylvia 🙂

P.S.: Wenn du Lust auf mehr Visionsarbeit mit der Kraft der Bilder hast, komm zu meinem Collage Writing Workshop 30.&31.Jänner 2015 in Wien (noch 2 freie Plätze)

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Negative Emotionen wandeln und loslassen… eine Schreibübung

Schreiben Gefühle

Für die besinnliche Zeit zwischen den Jahren… eine Schreibübung zum Wandeln und Loslassen von negativen Emotionen von Susanne Diehm. Danke für diesen inspirierenden Gastbeitrag!

Mit unangenehmen Gefühlen umgehen

Es gibt ein Bild von EDWARD HOPPER, das heißt ‚EXKURSION IN DIE PHILOSOPHIE‘ Darauf zu sehen ein grübelnder Mann, auf einer Liege sitzend, mit dem Rücken zu einer halb entblößten Frau. Hoppers Es Werke sind häufig interpretiert worden als Ausdruck der Isolation des Einzelnen. Der Mann scheint in Melancholie versunken, die Blicke der beiden Personen gehen aneinander vorbei. Ein trauriges Bild?

Fensterblick: Schau als Beobachterin von außen in die Welt des Bildes und spekuliere, was geschehen sein mag oder gerade passiert. Finde einen positiven Aspekt

Filmblick: Bring die stillstehende Bilderwelt zum Laufen! Bring die Story zu einem Happy End.

Spiegelblick: Entdecke Dich selbst in einer der Personen – was ist gut daran?)

Negative Emotionen wandeln und loslassen

Das Training, aus negativen Emotionen perspektivisch eine Wandlung herzustellen, funktioniert auch im eigenen Alltag. Eine Aufgabe im Einzel- oder Selbstcoaching kann sein, ein Gefühl, das bei einem Bildimpuls aufsteigt, zu identifizieren, anzunehmen und wieder weg zu schicken. Ist es Einsamkeit beim Anblick des Hopperschen Bildes?

1. Das Gefühl zu benennen ist der erste Schritt. Warum macht mich das Gefühl so betroffen? Was hat die Aussage des Bildes mit mir zu tun? Hatte oder habe ich manchmal Gefühle von Einsamkeit? Was geschieht mit mir, wenn ich das Bild betrachte? Erinnere ich eine bestimmte Situation, in der ich einsam war? Dann fasse das Gefühl in Worte. Schreib auf, was während dieser Erfahrung passierte. Was taten die beteiligten Menschen und wie hast Du reagiert?

2. Der zweite Schritt erfordert Distanz: Wähle die Perspektive der Gegenseite und erzähle die Story aus ihrer Sicht. Versetz dich richtig hinein in sie und schlüpfe in ihre Schuhe. Wie hat sie sich gefühlt? Warum hat sie so gehandelt?

3. Im dritten Schritt lösen wir uns noch weiter von dem komischen Gefühl. Jetzt ist unser Intellekt gefordert, mitzuarbeiten. Welcher kleine Bericht könnte ganz trocken von einem Journalisten geschrieben darüber in der Zeitung stehen? Schildere in der dritten Person die Geschichte. Schau mit einem fremden Augenpaar auf die Geschehnisse. Du wirst merken, das befreit!

4. Das Vorlesen vor einem Gegenüber tut gut. Sei es in der Schreibgruppe, vor dem Schreibtherapeuten oder einem Freund. Es hilft, das ungute Gefühl loszuwerden. Noch besser ist es, zusätzlich in einem Ritual das alte Gefühl -die Asche des verbrannten Papiers?- in den Wind zu streuen.

5. Gut auch, nach der Übung positiv besetzte Gefühle aus Buchstaben zu basteln und irgendwo aufzuhängen. Was ist das Gegenteil von Einsamkeit? Zugehörigkeit? Schneid es aus einer Zeitung aus und hänge es irgendwo sichtbar hin. Es wird Dir helfen, unbewusst einen Weg zu finden, wie Du das gewünschte Gefühl Dir erzeugen kannst.

6. Entweder gleich oder ein paar Tage später: Schreib mit allen Sinnen einen Text von einer oder zwei Seiten zum Gegenteil des Dich belastenden Gefühls, Zugehörigkeit in unserem Beispiel. Wie sieht sie aus, die Zugehörigkeit, wie schmeckt sie, was fühlst Du, wenn Du Dich zugehörig fühlst, was berührst Du, was hörst Du? Erfinde eine Situation, in der Du Dich glücklich und dazu gehörend fühlst. Schreibe…

Susanne Diehm lebt mit ihren Kindern in Berlin, leitet Workshops zum Gesundheitsfördernden Kreativen Schreiben (GKS) national und international, trainiert Lerntherapeuten bundesweit und begleitet Autoren bei ihrem ersten Buch. http://www.susanne-diehm.de. Gemeinsam mit Jutta Michaud: http://www.sudijumi.wordpress.com

Weihnachtswunschliste

Schreiben Stille Potencial Space

Ich wünsche mir und euch:

Die Freiheit des Alleinseins

Die Fähigkeit zum echten Alleinsein

Die Erfahrung des existenziellen Alleinseins, innerlich angebunden an die Quelle zur Kreativität

Oder ganz einfach

Stille

Eintauchen in einen Schreib-Raum

Denn: Allen Vorteilen, die das Alleinsein mit sich bringt, liegt die Stille zugrunde

Ich schreibe, also bin ich

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Schreiben heißt Autor, also Urheber sein – aus der Quelle der Kreativität, dem Zentrum des Bewusstseins zu schöpfen und daraus neue Strukturen und Gestalten zu schaffen, kristalline Inseln der Klarheit im Meer des Chaos.

Schreiben bietet die Möglichkeit, sich neu zu erfinden – sich ein neues Leben zu erschreiben. Beim Schreiben erschaffen wir Wirklichkeit – flüchtige Gedanken, Visionen, Fantasien werden fest-geschrieben, auf Papier fixiert und dadurch Entitäten, mit denen wir in Kontakt treten können.

Schreiben öffnet ein Tor– ich schreibe mich heraus, ich schreibe mir eine narrative Struktur, ein Muster, ein Gerüst, an das ich mich halten kann, auch wenn alles andere zerfällt.

Beim Schreiben bekräftige ich das Recht auf meine eigene Stimme, auch wenn sie immer wieder verschwindet, im Dunkeln murmelnd, sich in rauschenden unterirdischen Chören verliert…

Ich schreibe, also bin ich.

Johanna Vedral

Bildquelle: Johanna Vedral, Schreiben nach dem Heidelbeerpflücken

Schreiben beim Gehen?

Schreiben und GehenHurra, endlich scheint wieder mal die Sonne und ich habe eine Stunde Freiraum, um meine vom Lektorieren und Texten verknoteten Gehirnwindungen durchzulüften! Am besten funktioniert das mit einem Spaziergang.

Schreiben und Gehen, diese Kombination liebten nicht nur Schriftstellerinnen wie Virginia Woolf. „Wer ohne Begleitung spazieren geht, kommt in Begleitung vieler Gedanken zurück“, sagte zum Beispiel auch der deutsche Dichter Ernst Hauschka.

Aber Achtung: Schreien BEIM Gehen, wie z.B. SMSen, kann gefährlich werden, denn es lenkt stark ab, wenn wir uns während des Gehens mit dem Handy beschäftigen. Das beeinträchtigt sogar unser Gleichgewichtssinn und wir verhalten uns ähnlich, wie wenn wir betrunken sind.

Besser ist da z.B., zwischendurch bewusst stehen zu bleiben, sich wenn möglich auch für ein paar Momente hinzusetzen, ein paar Notizen auf den kleinen Notizblock in der Jackentasche zu kritzeln oder ins Memo im Handy zu tippen… und dann weiter zu gehen, damit neue Ideen kommen können…

Johanna Vedral

Zum Weiterlesen: Ein Spaziergang für sich allein“ von Judith Wolfsberger
GEHEN in Wien: http://www.wildurb.at/

Bildquelle: Aquarellbuntstiftzeichnung von Johanna Vedral

Achtsamkeit für Anfänger

Wie wohltuend, im Vorweihnachtstrubel Birgit Schreibers Artikel über das Wiederfinden der Achtsamkeit zu lesen. Da zur Zeit vor allem mein umtriebiges Pseudonym schreibt und ich zwischen Seminarvorbereitungen und Lektoraten die kleinen Schreibzeiten für mein Memoir nutze, reblogge ich diesen schönen Artikel, statt selbst einen zu schreiben 🙂 Taucht ein in Birgits Einladung zur Achtsamkeit!

bremerschreibstudio

ich oute mich heute. Ich bin ein Achtsamkeits-Fan. Es ist ein so einfaches, einleuchtendes und wirksames Konzept, dass man sich fragt, warum es erst heute entdeckt worden ist.

Ach, ja, ist es ja gar nicht. Achtsamkeit wird zwar werbewirksam missbraucht – damit wir mehr Bücher und Tee kaufen oder Seminare buchen. Aber: Achtsamkeit gibt es schon seit Jahrhunderten, Jahrtausenden wahrscheinlich, in allen Kulturen und Religionsrichtungen wird es auf die ein oder andere Weise umgesetzt.

Unsere Großeltern und Urgroßeltern praktizierten Achtsamkeit ganz ohne Achtsamkeits-Trainings. Sie waren ja nicht so abgelenkt durch digitale Medien, hatten von Globalisierung noch nichts gehört und mussten ja mittags was Ordentliches auf den Tisch kriegen. Sie waren achtsam, ohne es zu wissen.

Mir ging es ähnlich. In meiner Weiterbildung zur Poesie- und Bibliotherapeutin lernte ich  „reflexive Sinnlichkeit“. Damit ist gemeint, mit allen Sinnen zu spüren, was gerade in uns und um uns passiert. Zu sehen, zu hören, zu schmecken…

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