Archiv für den Monat Oktober 2014

Young Freewriters: endlich frei und wild und angstfrei schreiben

http://writersstudio.at/schreibenfuerjugendliche.php

„Was da passiert, wenn Jugendliche nach amerikanischen „Creative Writing“- Methoden schreiben, endlich frei und wild und angstfrei, das ist so anders als alles, was wir von der Schule kennen!“, freut sich Judith Wolfsberger. Die Schreibtrainerin Gundi Haigner spricht im Interview mit Johanna Vedral von einem Feuerwerk an Texten… siehe Interview

Lesung der Young Freewriters am Sa 8.Nov 2014 16:00 – 18:00
im writers`studio, 1090 Wien, Pramergasse 21
Keine Anmeldung notwendig, einfach kommen!
Eintritt: 5.-

Fotoquelle: Gundi Haigner

Wie aus unglücklichen Kindern glückliche Erwachsene werden

Johanna Vedral: Wie aus unglücklichen Kindern glückliche Erwachsene werden

Under the surface

Ist eine schwere Kindheit unbedingt Voraussetzung für Probleme im Erwachsenenalter oder kann ein Mensch trotz allem sein Leben erfolgreich gestalten?

„Es ist nie zu spät, eine glückliche Kindheit zu haben“, so der Titel des Buches des finnischen Psychiaters Ben Furmann, in dem Betroffene von ihrer schwierigen Kindheit erzählen und wie sie trotzdem oder gerade deshalb ein gelungenes Leben als Erwachsene führen konnten.

Das Kind – ein zerbrechliches Wesen?

Ben Furmann demontiert mit seinem Buch den in der westlichen Kultur vorherrschenden Glauben, dass traumatische Kindheitserlebnisse einen Menschen für immer schädigen. In der westlichen Psychologie werde das Kind als ein zerbrechliches Wesen beschrieben, das schon sehr früh irreparabel verletzt werden könne. Der Mensch sei aber vielmehr ein Wesen, das prinzipiell alles überstehen könne. „Beim Lesen entwicklungspsychologischer Literatur kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass ein Kind eine ideale Mutter, einen immer anwesenden Vater und mindestens eine Schwester oder einen Bruder haben muss, um sich geistig zu einem gesunden Individuum entwickeln zu können“, sagt Furmann.

Schützende Faktoren

Ben Furmann fasst eine Fülle sogenannter schützender Faktoren zusammen, die es Kindern ermöglichen, schwierige oder traumatische Kindheiten gut zu überleben und so später glückliche Erwachsene zu werden:

  • eine gute Beziehung zu einem wohlwollenden Menschen – es muss nicht die Mutter sein!
  • Haustiere
  • ein Versteck in der Natur
  • Fantasiewelten wie Schreiben und Lesen
  • Gute Leistungen in der Schule oder auf künstlerischem/ handwerklichem Gebiet
  • Humor
  • Stolz, klug in schwierigen Situationen gehandelt zu haben
  • Charaktereigenschaften wie Willensstärke, Hartnäckigkeit und Zielstrebigkeit

Die eigene Geschichte neu schreiben

„Unsere Vergangenheit ist eine Geschichte, die wir uns in vielen verschiedenen Weisen erzählen können. Wenn wir mehr Aufmerksamkeit auf die Mittel richten, durch die wir unsere schwierigen Erlebnisse bewältigt haben, können wir anfangen, uns selbst zu achten und an die schlimmen Ereignisse in der Kindheit eher mit Stolz als mit Bedauern zurückzudenken“, sagt Furmann.

Memoir schreiben ist eine Möglichkeit, unsere Vergangenheit neu zu schreiben, statt eines Blicks zurück in Zorn einen Blick zurück in Stolz zu wagen und mit anderen zu teilen, wie wir es geschafft haben, trotz einer schwierigen Kindheit glücklich zu werden.

Johanna Vedral

Zum Weiterlesen:

– Furmann, Ben: Es ist nie zu spät, eine glückliche Kindheit zu haben. borgmann publishing, Dortmund, 2013
– Jule Specht schreibt im Psychologie Heute Blog: Über die Illusion, das Gute im Schlechten zu finden.
– Birgit Schreiber schreibt differenziert über Schreiben als lebensverbesserndes heilsames Mittel, das aber auch schaden kann: Schreiben entlastet die Seele. In Psychologie heute
– „Ein Stück vom Glück“, Blogbeitrag von Philipp über die Bedeutung von Resilienz im Alltag mit Kindern

Bildquelle: Under the surface, Aquarellzeichnung von Johanna Vedral

Warum ich schreibe…

https://schreibstudioblog.wordpress.com/beitrage/Ich schreibe um mein Leben, immer schon, seit ich schreiben kann. Ich schreibe, weil ich nicht anders kann. Ohne Schreiben würde ich verrückt werden. Länger als drei Tage habe ich noch nie mit dem Schreiben pausiert, das wäre mir zu gefährlich. Nicht vorzustellen, wenn all diese kruden Gedanken und Geschichten nicht auf Papier oder in Dateien landen würden, sondern weiter in meinem Kopf herumkreisen oder sich via Rededurchfall in meine Umgebung ergießen würden 🙂

Begonnen hat es mit Tagebüchern, die mittlerweile mehrere Bananenkisten füllen. Dann, in der Steinzeit der 80er und 90er Jahre, vor dem Internet, hab ich tonnenweise Briefe geschrieben. Sobald ich meine erste Schreibmaschine hatte, Geschichten und Gedichte… Und nach meiner Diplomarbeit, als das Computerzeitalter für mich begann, ging es los mit Sachbüchern, Fachartikeln, noch mehr Geschichten und meinem Blog…

Seit einigen Jahren lebe ich auch vom Schreiben und Schreiben unterrichten, weil ich so am besten meine größte Leidenschaft leben und andere in einer Community of Writers inspirieren kann.

Schreiben ist meine größte Leidenschaft

Schreiben und Lesen – darauf könnte ich in meinem Leben niemals verzichten. Alkohol und Zigaretten? Ich fühl mich pudelwohl und unbeschwert ohne. Zeiten ohne Sex hab ich auch schon überlebt (obwohl Zeiten mit Sex definitiv mehr Spaß machen!), aber mir das Schreiben abgewöhnen? Niemals! Auf Bücher verzichten? Unmöglich!

Als Flow-Schreiberin genieße ich es, mich in diesen potencial space hinein zu begeben, in dem es nichts gibt außer die reine Ekstase des ganz im Schreibens sein. Das funktioniert am besten mit Freewriting, einer Form von timed writing, meiner liebsten Art zu meditieren…

Freiräume zum Schreiben sind überall

Ich nutze die vielen kleinen Freiräume zum Schreiben, die es in meinem vielbeschäftigten Leben zwischen Kindern, Schreibseminaren und Coaching-Sessions gibt – sei es in der U-Bahn, im In-between-Wartebereich vor dem nächsten Termin, beim Kochen… Am Klo, wie Walter Epp empfiehlt, hab ich`s noch nicht ausprobiert, aber wer weiß 🙂

Schreiben ist der verlässlichste Begleiter in meinem Leben, verlässlicher als jede Ehe, jede Beziehung, jeder Job, jede andere Gewohnheit. Ich hab mit 17 Jahren geschrieben, mit 47 und werd` es hoffentlich auch noch mit 97 tun 🙂

Community of Writers: die Begeisterung teilen

Schreiben gibt mir die Möglichkeit, andere Menschen mit den gleichen Interessen, mit der gleichen Leidenschaft zu finden oder sie mit meiner Begeisterung fürs Schreiben anzustecken… Es macht mich glücklich, auf meinem Weg des Schreibens immer mehr und mehr interessante SchreiberInnen zu finden, sei es beim Bloggen, durch Feedback auf meine Bücher, bei Schreibseminaren, beim Korrektur- und Feedback-Lesen von Rohtexten…

Und warum schreibst du?

Johanna Vedral

P.S.: Danke für die Schreib-Challenge & die Inspiration für diesen Blogartikel, Walter Epp

Bist du eine Flow-SchreiberIn?

Viele Schreibende bevorzugen einzelne Schreibphasen und hadern mit anderen.

Der eine träumt gerne von den Texten, die er schreiben wird, fängt aber nie an. Wie schön, wie viele Möglichkeiten es in der Ideenfindungsphase gibt! Die andere strukturiert und plant gerne, tut sich aber schwer damit, im Freewriting einfach shitty first drafts zu produzieren. Andere wiederum schreiben drauflos und verlieren sich irgendwann in den unendlichen Rohtext-Mengen, die sie produziert haben.

Beim Rohtext-Schreiben bin ich eine ziemliche Draufgängerin. Ich schmeiße die Worte hin und vertraue darauf, dass da etwas davon brauchbar sein wird. Vielleicht die Hälfte davon, oder weniger, aber das macht nichts. Ich bin eine Flow-Schreiberin. Für mich ist es unglaublich wichtig, in allen Phasen des Schreibprozesses dieses Flow-Element zu erleben.

In der Überarbeitungs-Phase holt mich dann diese Flow-Orientierung ein. Das ist ja dann „Arbeit“ 🙂 Für mich ist es zur Zeit ein großes Abenteuer, den Flow im Überarbeiten zu finden – und wieder einmal festzustellen, dass Überarbeiten in eine Art Endspurt-Rausch führen kann… (wenn die Deadline realistisch gesetzt wurde)

Es braucht für jeden Schreib-Typ immer wieder Reflexion – in welcher Schreibphase bin ich gerade? Was kommt als Nächstes? Wo bleibe ich immer wieder stecken im Schreibprozess? Wie kann ich die Übergänge zwischen den einzelnen Phasen so gestalten, dass ich dabei weniger Angst/ Unlust empfinde? Kann ich jeder Schreibphase etwas abgewinnen? Ohne in den Widerstand zu gehen? Wenn nein, wo kann ich mir Unterstützung holen, damit ich auch die (bis jetzt) weniger beliebten Schreibphasen gut meistere?

Ich freue mich darauf, dich beim Schreiben zu begleiten!

Wenn du den Schreibprozess gerade mit einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit erforscht, komm in die Gruppe frei geschrieben“, Semesterkurs Start: 4.November 2014, geblockter Kurs: 27./28. Februar, 1./3./4./6.7. März 2015

Wenn du das Handwerk des Schreibens lieber anhand der Textsorte Personal Essay lernen möchtest, komm in die Gruppe Writers` Tricks“, 2 Wochenenden 19./20. Dezember 2014 & 9./10.Jänner 2015

Autorin: Johanna Vedral
Bildquelle: Photographer: 44833 (pixabay)

5 Zeichen, dass du wirklich bereit bist, deine Masterthese (fertig) zu schreiben

143773075Bist du wirklich bereit, deine Diplomarbeit/ Masterthese (fertig) zu schreiben? Oder sagst du noch: Eigentlich sollte ich ja schon an meiner Masterthese schreiben, aber ich finde nicht die Zeit… Stopp! Das bringt dich nicht weiter. Nimm dir lieber ein paar Minuten Zeit, um deine Arbeitshaltung zu überprüfen und schau dir an, welche der 5 Zeichen bereits auf dich zutreffen!

1) Du setzt dir eine Deadline und kommunizierst diese auch deiner Umgebung. Du bist bereit zum commitment: JETZT!

2) Du nimmst eine aktive Haltung ein: Yes I can! Denn Schreiben ist ein Handwerk, das du lernen kannst & als AkademikerIn sowieso immer wieder als nützliches Skill einsetzen wirst (müssen).

3) Du nimmst dir regelmäßig Zeit fürs Schreiben. Statt den Kopf in den Sand zu stecken und ihn erst ein paar Tage vor der Abgabe panisch wieder herauszuziehen, schaust du dir in deinem Kalender an, wann & wo du dein Schreibprojekt am besten unterbringst. Du erstellst einen provisorischen Terminplan, den du im Verlauf deines Schreibprozesses zu einem realistischen Terminplan änderst. Aber du hast auf jeden Fall einen Plan! 🙂

4) Du schreibst täglich mindestens 10 Minuten. Denn wie bei jedem Handwerk ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Und während du drauf wartest, dass die Muse dich küsst, kannst du sie auch schon herbei becircen, indem du deine Schreibmuskeln mit Freewriting trainierst.

5) Du holst dir Unterstützung, ohne dich dafür zu schämen. Wie man eine gute wissenschaftliche Abschlussarbeit schreibt, lernt man meistens erst beim Schreiben dieser Arbeit. Und wenn du das im Alleingang bewältigen möchtest, machst du es dir unnötig schwer. Schreiben muss keine einsame Angelegenheit sein.

Statt allein vor dich hinzuwursteln, triffst du dich zum Schreiben und für Textfeedback mit anderen Studierenden, z.B. in einer Motivationsgruppe. Wenn dein Schreiben stockt, nimmst du Kontakt auf mit einem Schreibcoach. Statt dich am Schluss mit Zweifeln über die inhaltliche Qualität deiner Arbeit oder über die Rechtschreibung zu quälen, lässt du deine Masterthese durch ein professionelles Lektorat  laufen.

Auf dich treffen weniger als 5 Zeichen zu? Du möchtest aber endlich loslegen? Hol den Kopf raus aus dem Sand! Jetzt! Die nächste Schreib-Motivationsgruppe für Studierende startet am Dienstag, 4.November 2014 in Wien. An 7 Dienstag-Nachmittagen (jeweils 16:00 bis 19:30) lernst du das Schreibhandwerk von Freewriting über Forschungsfrage bis Friendly Feedback.

Ich freue mich darauf, dich bei deinem Schreibprozess zu unterstützen. Komm zum kostenlosen Infoabend: Di, 21. Oktober 2014, 18 Uhr

Johanna Vedral

Bildquelle: pixabay

3 Lektionen, die du beim Memoir-Schreiben lernen kannst

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Vor zwei Jahren habe ich in Ana Znidars genialem Memoir-Workshop mit dem Schreiben eines Memoirs begonnen. Nachdem ich den Rohtext gut acht Monate liegen gelassen habe, hat mich am 1.September die unbändige Lust gepackt, dieses Buch zu überarbeiten und bis zum Start des NaNoWriMo (1.November) abzuschließen. Einen besonderen KIck bekommt dieser Endspurt durch regelmäßige Schreibtreffs, wie z.B. am Schreibmontag.

Um mir den Abschied von meinem Memoir-Schreibprojekt leichter zu machen, teile ich hier im Blog einen Blick zurück: Was hat mich der Prozess des Memoir-Schreibens gelehrt? Wie kann Memoir-Schreiben das Schreiben vertiefen und weiterentwickeln?

1) Story Questions: Auch ein literarisches Projekt wie ein Roman oder ein Memoir  braucht leitende Fragen. Wissenschaftliche Texte oder Sachtexte werden durch Forschungsfragen oder durch die journalistischen W-Fragen strukturiert und bekommen so einen roten Faden.

Ein literarischer Text wird nicht einfach nur im literarischen Schaffensrausch geschrieben, sondern ebenfalls durch Fragen, durch sogenannte Story Questions strukturiert:

Worum geht es in dieser Geschichte? Was steht für die Protagonistin auf dem Spiel? Wie ist sie aus dieser schwierigen Situation herausgekommen? Was hat sie daraus gelernt? Was ist „die Moral von der Geschichte“?

Das musst du nicht schon zu Beginn des Memoir-Schreibens wissen, aber spätestens irgendwann mittendrin, wenn du nach dem Von-der-Seele-Schreiben beginnst, dein Projekt zu reflektieren und mit literarischen Mitteln zu gestalten, damit du zu deinen LeserInnen hinausreichen kannst.

2) Voice: Wer schreibt? Bei einem Memoir ist es besonders wichtig, welche Stimme die LeserInnen durch eine aufwühlende Geschichte führt.

Ein Memoir ist nicht die Geschichte deines Lebens, sondern EINE Geschichte aus deinem Leben, wie z.B. die Geschichte deines Mutterwerdens oder wie du eine Krebserkrankung überwunden hast. Es ist immer auch die Geschichte, wie du diese Erlebnisse bewältigt hast, wie du den Sinn und die Bedeutung deiner Erlebnisse erzählst.

Deshalb gibt es mindestens zwei Stimmen in deinem Memoir – die Stimme von damals, die die LeserInnen direkt hinein zieht in Szenen aus deinem Leben – und eine reflektierende Stimme von heute, die die LeserInnen durch den Text führt. Diese Stimme von heute ist besonders wichtig für die LeserInnen, um sie beim Lesen nicht zu re-traumatisieren, sondern um ihnen das zu vermitteln, was du durch deine Erfahrungen gelernt hast.

3) Lass dir Zeit! Nach einem Jahr, in dem ich immer wieder in mein Memoir eintauchte, auch in schmerzhafte Erinnerungen eintauchte, ließ ich mir zwischen den einzelnen Schreibphasen immer Zeit. Ich wollte gut auf mich aufpassen und mich nicht re-traumatisieren. Die Memoir-Schreibgruppe traf sich etwa einmal im Monat, das war ein guter Abstand für meinen Memoir-Prozess.

Nach der Fertigstellung des Rohtexts durfte das Memoir mehr als ein halbes Jahr „abhängen“, bevor ich damit begann, am Papier-Ausdruck erste Überarbeitungsnotizen hinzukritzeln und schließlich am PC einzuarbeiten. Nach dem Zeit-Lassen tut es mir jetzt sehr gut, in diesen Endspurt-Abschluss-Drive einzutauchen. Denn ich freu mich schon sehr darauf, im November, im NaNoWriMo, ein neues Schreibprojekt anzugehen.

Was hast du beim Memoir-Schreiben gelernt?

Johanna Vedral

Foto: „The Raven“ von Johanna Vedral

Schreibmontag: Keine Ablenkungen, nur Schreiben. Endlich.

die-schreibende

9.00 Auf die urbane Schreibinsel flüchten

Beim Frühstücks-Buffet im writers`studio (Wien) treffe ich meine MitschreiberInnen. Wir schreiben uns warm mit Morgenseiten, besprechen mit der heutigen Schreib-Partnerin die Tagesziele und los geht´s. Keine Ablenkungen, nur Schreiben. Endlich. Auf einmal ist es Mittag! Wir gönnen uns nach einem kurzen Check in ein gemeinsames Mittagessen in einem Lokal im kulinarisch interessanten Servitenviertel, und nach ein paar Tai Chi-Übungen geht`s weiter mit Kaffee und Keksen, ich tauche mühelos in den Flow vom Vormittag ein…

16.30 Wenn ich nur aufhören könnte…

Nach einem intensiven Schreib-Tag muss ich die fünf Schreibenden sanft aber bestimmt vom Schreiben losreißen. Es scheint, als könnten die Schreibenden gar nicht mehr aufhören, an ihren Romanen, Masterthesen, Artikeln, Short Stories u.v.m. weiter zu arbeiten. Bis zur letzten Minute dieses One-Day Writers Retreats auf der urbanen Insel wird hier geschrieben, was das Zeug hält.

Ich habe mein Tagesvorhaben, die handschriftlichen Überarbeitungsnotizen in mein Manuskript bis Seite 156 einzuarbeiten, umgesetzt und beim Page Count zum Schluss festgestellt, dass auch 6 neue Seiten Text hinzugekommen sind. Ich bin sehr zufrieden mit mir. 🙂 🙂 🙂

Nach einem schriftlichen Check in & Page Count gibt es in der Schlussrunde nur stolze strahlende Gesichter und zufriedene Berichte, was heute geschrieben, überarbeitet und neu entwickelt wurde. Die gemeinsame Seiten-Zählung & tosender Applaus für jede geschriebene Seite versöhnen damit, dass der Schreibmontag im writers`studio für heute zu Ende geht.
Und es war ja nicht das letzte Mal –

die nächsten Schreibmontage sind 10. Nov. & 1. Dez. 2014, 12. Jan., 2. Feb., 2. März 2015, jeweils 9 bis 17 Uhr

Ich freue mich schon auf viele MitschreiberInnen, die beim nächsten Schreibmontag mit Judith Wolfsberger & mir die Magie des Nebeneinander-Schreibens genießen wollen!

Johanna Vedral

Bild: „Die Schreibende“, geklebte Papier-Collage von Johanna Vedral