Point Zero: entfesselte Kreativität

Die Malerin Michele Cassou hat die Point Zero Methode entwickelt, um uns zurück an die Quelle zu führen, aus der unsere intuitive Schaffenskraft kommt. Michele Cassou regt dazu an, ganz frei zu malen. Sie sagt: Es ist nicht wichtig, was wir malen, es ist auch nicht wichtig, was es bedeutet, wir brauchen kein Konzept.

Stattdessen gelte es, die richtigen Fragen zu stellen. Fragen, die Türen öffnen wie: „Was würde ich malen, wenn ich mich für nichts zu schämen bräuchte?“. Fragen, die uns in den wilden, ungezähmten Möglichkeitsraum in uns bringen, in dem es weder Bewertung noch Regeln gibt, den Platz, an dem wir vollständig lebendig sind, „a place where we can express and explore the mystery of our lives.“ „Ein Königsweg zu diesem Möglichkeitsraum ist das Schreiben“, sagt Birgit Schreiber.

Michele Cassou zeigt in ihrem Buch „Point Zero: entfesselte Kreativität“ die Creative Quest beim Malen als Konfrontation mit drei Drachen, die uns beim kreativen Schaffen blockieren und die sicher auch allen Schreibenden wohlbekannt vorkommen werden:

  • Da gibt es den Dragon of Product, der die Spontaneität der Künstlerin bekämpft;
  • den Dragon of Control, der das Tor zum Unbekannten, Mysteriösen bewacht und den
  • Dragon of Meaning, der unseren flow und Schaffenskraft einbremst, weil er verlangt, die Bedeutung jedes Bildes, jedes Textes sofort zu kennen.

Wenn wir uns face to face beim freien Malen (und beim freewriting!) mit der Energie, die uns blockiert, auseinandersetzen, können wir zum Point Zero zurückkehren, „the ground from which pure creation springs.“ Denn: „In this place of infinite possibility, art becomes not a means to an end but a way of being that will guide us to an understanding of the spiritual mystery of our lives.“

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3 Gedanken zu „Point Zero: entfesselte Kreativität

  1. Mag.a Karin Gaida

    Hi, Johanna,
    Deine Blogs sind voller Power und Schreibfreude, und das fühlt sich gut an.
    Du hast so viele Beispiele im Kopf von Menschen, die alle motivieren und logisch begründen, warum was geht. Das kann ich nachlesen und versuchen, Nutzanwendung davon zu üben.
    Aber wenn meine eigenen Blogs auch für alle interessant sein sollen, müsste ich ja auch so viele positive Beispiele anzuführen wissen. Da das nicht der Fall ist, sehe ich auch nicht, was ich der Welt Nützliches anbieten kann. – Ich meine: Ich kann schreiben und mein Ding machen. Aber Blogs sollten für viele nützlich sein, sagtest Du. Wie werden sie das ohne Dein Wissen?
    Aber ich danke Dir, dass Du Dein Wissen mit uns teilst!
    LG, Karin

    Antwort
    1. Johanna Vedral Autor

      Liebe Karin, danke für dein Feedback! Ich glaube nicht, dass mein Blog „für alle“ interessant sein kann. Ich hoffe, dass mein Blog für viele schreibende Menschen nützlich sein kann. Du hast viele andere einzigartige Erfahrungen und anderes Wissen als ich zu vermitteln – und wahrscheinlich auch andere LeserInnen, ein anderes Publikum. Für wen willst du schreiben? Mit wem willst du mit deinem Schreiben in Verbindung, in einen Dialog kommen? Ich freu mich drauf, mit dir persönlich darüber zu sprechen! Alles Liebe, Johanna

      Antwort
  2. Pingback: Sei wie eine leere Teetasse | schreibstudioblog

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