Muss ich die Morgenseiten wirklich in der Früh schreiben?

Ohne Morgenseiten außer Haus zu gehen, das fühlt sich ungepflegt an. Wie unfrisiert oder gar ohne Zähneputzen das Haus zu verlassen. Die Gedanken springen wild durcheinander in meinem Kopf herum, wenn sie nicht auf den Morgenseiten landen konnten (gut, dass ich sie spätestens in der U-Bahn nachholen kann).

Warum die Morgenseiten am besten in der Früh geschrieben werden, erzählt Julia Cameron in ihrem Blog: Morgenseiten fordern uns Ehrlichkeit gegenüber uns selbst ab, jeden Morgen von Neuem, bevor wir uns in den Trubel des Tages begeben. Diese Ehrlichkeit belohnt uns mit frischem Schwung. “It is nearly impossible to write Morning Pages and remain stuck.”

Julia ist die Erfinderin der Morgenseiten und hat dieses geniale Schreibwerkzeug mit ihren Klassikern “Der Weg des Künstlers” und “Von der Kunst des Schreibens…“ (im Original: The Right to Write) an Millionen LeserInnen weitergegeben.

Pia Helfferich schreibt seit zehn Jahren Morgenseiten und berichtet darüber in „Morgenseiten schreiben oder warum der frühe Vogel ausnahmsweise Recht hat“

Wann schreibst du deine Morgenseiten? Gleich nach dem Aufwachen, beim Kaffee, in der U-Bahn?

Autorin: Johanna Vedral

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12 Gedanken zu „Muss ich die Morgenseiten wirklich in der Früh schreiben?

  1. Marina @DailyMysticLiving

    Hallo Johanna,

    vielen Dank für deinen Artikel. Ich schreibe seit 3 Wochen (wieder) meine Morgenseiten und ich LIEBE sie! So viel Klarheit & Fokus! Wunderbar!

    Ich schreib meine Morgenseiten nach meinem Morgenlauf/walk. Also nicht gleich nach dem Aufstehen, aber ca. 30-40 Minuten später.

    Klappt aber trotzdem super! 🙂

    Antwort
  2. ulrike

    Wie haltet Ihr das?
    Schreibt Ihr auf A4? Oder geht auch A5? Wenn man unterwegs schreiben will und die Sachen dabei haben möchte, finde ich A4 so unpraktisch…

    Antwort
    1. Johanna Vedral Autor

      Liebe Ulrike, ich bevorzuge auch A5, einfach weil es praktischer in jede Tasche passt… A4 hat wiederum den Vorteil, dass du mehr Platz zum Schreiben/Denken hast, im Sinne von think big…

      Antwort
      1. ulrike

        Ich habe das heute mal probiert, und komme mit A5 , denke ich, gut zurecht. In einem Konnentar habe ich gelesen, dass Frau Cameron sich auf das amerikanische Format Letter mit 21.6 x 27,79 cm bezieht, das etwas kleiner als A4 ist. Und es gibt wohl jemanden, der die Auffassung vertritt, 750 Wörter entsprächen der Cameronschen Angabe. Ich habe heut losgeschrieben und intuitiv bei ca. 4 A5 Seiten aufgehört und pedantischerweise Wörter gezählt. Ich liege bei 800 und denke, A5 mit vier Seiten kommt auf dasselbe hinaus. Zu dogmatisch sollte man auch nicht sein…
        A4 führt vielleicht zum „groß Denken“ aber es kann auch erschlagend sein, wenn man sich sagt, boh, die ganze Seite.
        Ich bin jetzt sehr gespannt, wie das Projekt so läuft.
        Schreibst Du jeden Morgen?
        LG
        Ulrike

  3. Pingback: Schreibmontag: Keine Ablenkungen, nur Schreiben. Endlich. | Schreibstudio

  4. Johanna Vedral Autor

    Liebe Ulrike,danke dass du deine Erfahrungen mit den Morgenseiten hier teilst! Ja,ich schreibe jeden Tag. In der Frueh im Bett, in der U-Bahn; bei jeder sich bietenden Gelegenheit… Ich freu mich, mehr von dir zu lesen. Gutes Weiterschreiben.Johanna

    Antwort
  5. gfr

    Ich finde dieser Artikel passt auch auf innovation1.wordpress.com – darf ich ihn mit Link, Autorenschaft von Dir und einem Kommentar von mir wiedergeben?
    Nebenbei: ich schreibe ein Gedicht in der Früh … oft, nicht immer 🙂
    Danke
    Gottfried

    Antwort
    1. Johanna Vedral Autor

      Lieber Gottfried, ich freu mich, wenn du diesen Artikel mit Link, Autorenschaft von mir und einem Kommentar von dir auf deinem interessanten Blog rebloggst 🙂
      Morgen-Gedicht-Seiten sind sicher eine ganz besondere Erfahrung… Hast du dazu schon etwas geschrieben? Wenn ja, würd ich es gerne lesen. Liebe Grüße, Johanna

      Antwort
  6. Pingback: Alles, was wir schreiben wollen, ist schon in uns | Schreibstudio

  7. Sonja

    Liebe Johanna, schreibe erst seit einer Woche Morgenseiten, angeregt durch das „Mindwriting-Seminar“, allerdings schreibe ich immer eher vom Tag davor, wenn ich schreibe, was mir grade so einfällt, dabei sollten die Morgenseiten doch eher in die Zukunft orientiert sein, oder? Hast Du vielleicht einen Tipp für mich?

    Antwort
    1. Johanna Vedral Autor

      Liebe Sonja, schön, dass du dir täglich Schreibzeit nimmst, dass du regelmäßig schreibst. Morgenseiten können Rückblick, Vorschau oder einfach nur das Geschnatter im Kopf, das jetzt da ist, sein. Bei den Morgenseiten ist alles erlaubt, was dir durch den Kopf geistert. Wenn dir zuerst der Tag davor durch den Kopf geht, wirst du zuerst darüber schreiben und dann, vielleicht erst auf Seite 3, was du heute oder in Zukunft machen willst. Lass es einfach fließen und lass dich überraschen 🙂

      Antwort
      1. Sonja

        Liebe Johanna, vielen Dank für Deine Antwort, mittlerweile ist etwas Zwit vergangen und ich bin abgesehen von einer 14tägigen Unterbrechung bis heute dran geblieben mit dem Schreiben der Morgenseiten und möchte Dir rückmelden, dass sich schon so manches geschriebene Wort der Morgenseiten positiv im wirklichen Leben erfüllt hat :-), ist eine wirklich spannende Sache, vielen Dank für Dein „Lass es fließen und lass Dich überraschen … „, das hat geholfen an manchem müden Morgen dran zu bleiben 😉

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